Wirtschaft
Nach anderthalb Jahren Flaute hat die Wirtschaft der Eurozone den Sprung aus der Rezession geschafft.
Nach anderthalb Jahren Flaute hat die Wirtschaft der Eurozone den Sprung aus der Rezession geschafft.(Foto: picture alliance / dpa)

Wirtschaft wächst trotz Krise wieder: Eurozone kämpft sich aus der Rezession

Anderthalb Jahre hat die Euro-Krise die Wirtschaft fest im Griff. Doch nun wächst die Wirtschaft im Euroraum erstmals wieder. Besonders die Schuldensünder geben unerwartet Anlass zur Hoffnung. Eines der größten Sorgenkinder ist nun sogar Wachstumsmeister der Währungsunion.

Der Euroraum hat sich im zweiten Quartal 2013 von der Rezession verabschiedet. Die Wirtschaftsleistung der 18 Länder stieg zwischen April und Juni erstmals seit Herbst 2011 und auch noch stärker als erwartet. Nur noch in wenigen Ländern ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zurück. Wachstumsspitzenreiter war Portugal.

Nach Mitteilung der Statistikbehörde Eurostat erhöhte sich das BIP im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent. In den ersten drei Monaten des Jahres war es noch um 0,3 Prozent gesunken. Das Wachstum übertraf sogar die Erwartungen der Analysten: Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 0,2 Prozent gerechnet. Im Vorjahresvergleich schrumpfte die Wirtschaft nur noch um 0,7 Prozent. Im ersten Quartal waren es noch 1,1 Prozent gewesen.

Wachstumsspitzenreiter war mit Portugal ausgerechnet eines der Länder mit den größten strukturellen Problemen in Europa. Dort legte die Wirtschaftsleistung um 1,1 Prozent zu. Wichtiger war allerdings, dass auch die krisengeschüttelte französische Wirtschaft die Rezession hinter sich ließ und ein Wachstum von 0,5 Prozent hinlegte. Auch Deutschland schaffte nach einem schwachen Winterhalbjahr die konjunkturelle Wende. Getrieben vom privaten und öffentlichen Konsum wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2013 zum Vorquartal um 0,7 Prozent.

Zudem ging die Wirtschaftsleistung in den beiden nächstgrößeren Volkswirtschaften Italien und Spanien nur noch um 0,2 bzw. 0,1 Prozent zurück. Nur noch in den Niederlanden und in Zypern nahm die Wirtschaftsleistung ab. Auch in der gesamten Europäischen Union mit 28 Mitgliedern  erhöhte sich das BIP ebenfalls um 0,3 Prozent, nachdem es im ersten Quartal um 0,1 Prozent abgenommen hatte. Auf Jahressicht lag das Minus hier bei 0,2 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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