Wirtschaft
Deutschland, Frankreich und Italien konnten sehr hohe Zuwachsraten bei der Industrieproduktion erzielen.
Deutschland, Frankreich und Italien konnten sehr hohe Zuwachsraten bei der Industrieproduktion erzielen.(Foto: picture alliance / dpa)

Hohe Prognosen übertroffen: Eurozonen-Industrie dreht auf

Noch stärker als von Volkswirten erwartet steigt im Januar die Produktion der Länder im Euroraum. Neben Deutschland legen auch Italien und Frankreich kräftig zu. Für manche Experten sind die Zahlen jedoch kein Grund zur Hoffnung.

Die Industrie im Euroraum hat im Januar die schon hohen Produktionsprognosen noch übertroffen. Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte, stieg die Produktion (ohne Bauwirtschaft) gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigt 2,1 Prozent und gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,8 Prozent. Volkswirte hatten nur Zuwächse um 1,6 Prozent auf Monats- und 1,4 Prozent auf Jahressicht erwartet.

Im Monatsvergleich wurde der größte Zuwachs seit September 2009 verzeichnet, im Jahresvergleich der beste Wert seit August 2011 erzielt. Im Dezember war die Industrieproduktion gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent zurückgegangen, der Rückgang binnen Jahresfrist hatte 0,1 Prozent betragen.

Wie Eurostat weiter mitteilte, stieg die Industrieproduktion in der EU-28 im Januar um 1,6 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Besonders starke Produktionszuwächse gab es bei Investitionsgütern: Sie erhöhten sich in der Eurozone um 3,9 Prozent gegenüber dem Vormonat, im Jahresvergleich ergab sich ein Anstieg um 4,6 Prozent.

Die drei größten Volkswirtschaften der Eurozone - Deutschland, Frankreich und Italien - konnten trotz des schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds jeweils sehr hohe Zuwachsraten bei der Industrieproduktion erzielen. Manche Experten führen den starken Produktionswert auf eine Kombination aus günstiger Witterung und Kalendereffekten zurück und rechnen mit einer baldigen Abschwächung der Produktion.

Quelle: n-tv.de

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