Wirtschaft
"Akupunktur-Stimulus"
"Akupunktur-Stimulus"(Foto: imago/Christian Ohde)

Chinas Wirtschaftsschwäche: Experte glaubt an Mini-Hilfspaket

Chinas Wachstumsziel von sieben Prozent ist in Gefahr. Dementsprechend besorgt sind die Verantwortlichen in Peking. Nach Ansicht eines ehemaligen Notenbankers wird die chinesische Regierung mit einem kleinen Konjunkturpaket aufwarten.

Die jüngsten Börsenturbulenzen haben nach Ansicht eines früheren Beraters der People's Bank of China (PBoC) einen Mangel an Vertrauen in die chinesische Wirtschaft gezeigt. Das könnte die Pekinger Regierung dazu bringen, ein Mini-Konjunkturpaket aufzulegen.

Die politischen Entscheider in China seien "sowohl aus ökonomischen als auch aus politischen Gründen besorgt", sagte Ökonom Li Daokui von der Tsinghua-Universität bei einer Rede beim jährlichen Symposium der Federal Reserve Bank of Kansas in Jackson Hole.

Angesichts des Ausverkaufs an den Börsen und der internationalen Aufmerksamkeit, die auf die chinesische Wirtschaft gerichtet sei, "glaube ich, dass es eine sehr große Chance gibt, dass ein Mini-Konjunkturpaket geschnürt wird", sagte der frühere Berater der Notenbank. Er nannte das auch einen "Akupunktur-Stimulus", der auf Schlüsselbereiche in der Wirtschaft ziele.

Zinssenkung und Geldschwemme

Denkbare Elemente seien eine Senkung der langfristigen Finanzierungskosten und die Umsetzung von früher verkündeten Reformplänen für Staatsunternehmen. Außerdem gebe es noch Raum für Leitzinssenkungen.

In der vergangenen Woche hatte sich die PBoC bereits mit einer Senkung der Leitzinsen gegen die Abkühlung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft gestemmt. Außerdem flutete sie das Bankensystem mit frischer Liquidität.

Quelle: n-tv.de

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