Wirtschaft
Der 82-Jährige Medienkonglomerat Rupert Murdoch hat alles richtig gemacht bei der Aufspaltung von News Corp: In einer Firma sind die elektronischen Medien gebündelt, dazu zählt auch die Beteiligung am Bezahlsender Sky Deutschland. In einer zweiten ist das Verlagsgeschäft untergebracht mit dem Flaggschiff "Wall Street Journal". Nur dieser Zweig heißt weiterhin News Corp.
Der 82-Jährige Medienkonglomerat Rupert Murdoch hat alles richtig gemacht bei der Aufspaltung von News Corp: In einer Firma sind die elektronischen Medien gebündelt, dazu zählt auch die Beteiligung am Bezahlsender Sky Deutschland. In einer zweiten ist das Verlagsgeschäft untergebracht mit dem Flaggschiff "Wall Street Journal". Nur dieser Zweig heißt weiterhin News Corp.(Foto: REUTERS)

21st Century Fox mit Kabel-TV auf gutem Weg: Fernsehen lässt Murdochs Kasse klingeln

Der Fernseh- und Filmkonzern 21st Century Fox legt nach der Abspaltung des Verlagszweigs erstmals seine Geschäftszahlen vor. Die alte Sparte macht sich zwar noch negativ bemerkbar. Aber das TV-Geschäft läuft rund. Sky Deutschland trägt seinen Teil dazu bei.

Ein gutlaufendes TV-Geschäft hat Medienzar Rupert Murdoch kräftig Geld in die Kasse gespült. Vor allem das Kabelfernsehen erwies sich im vierten Geschäftsquartal von April bis Juni als Goldgrube. Zu Murdochs Reich gehört auch der Bezahlsender Sky Deutschland, der nach einer Durststrecke zuletzt stetig Abonnenten gewinnen konnte und nur knapp an schwarzen Zahlen vorbeischrammte.

Murdochs neu geformter Film- und Fernsehkonzern 21st Century Fox steigerte den Umsatz fox insgesamt um 16 Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar (5,4 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Sitz in New York mitteilte. Dieser Sprung kam vor allem durch die Einbeziehung von Sky Deutschland in die Bilanz zustande, nachdem Murdoch die Mehrheit an dem Sender übernommen hatte.

Der Gewinn im fortgeführten Geschäft verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 63 Prozent auf 977 Millionen Dollar. Allerdings stand unterm Strich ein Verlust von 371 Millionen Dollar. Das Minus kam durch den erst am Quartalsende abgespalteten Verlagszweig zustande. Dieser tritt weiter unter dem Traditionsnamen News Corp. auf und umfasst unter anderem das "Wall Street Journal" und die britische "Sun".

Markterwartungen übertroffen

"Obwohl wir in den vergangenen zwölf Monaten einen bedeutenden Teil unserer Zeit und unserer Anstrengungen in diese Trennung gesteckt haben, haben wir niemals den Blick auf unser Geschäft verloren", erklärte Murdoch. Die Analysten hatten nicht mit einem so guten Abschneiden gerechnet. Nachbörslich stieg die Aktie um mehr als 3 Prozent.

Das Geld verdient Murdoch vor allem mit seinen amerikanischen Fox-Fernsehsendern sowie mit seiner Filmsparte rund um das Studio 20th Century Fox. Bis zuletzt lief das Verlagsgeschäft dagegen immer schlechter, weil viele Leser und Anzeigenkunden ins Internet abwanderten. Der Abhörskandal um die britische Sonntagszeitung "News of the World" brachte das Fass schließlich zum Überlaufen. Murdoch trennte auf Druck anderer Anteilseigner die zwei Firmenteile.

Murdoch war mit dem Schritt Vorreiter. Auch der Rivale Time Warner kündigte an, seine Zeitschriftensparte mit bekannten Titeln wie "Time", "People", "Sports Illustrated" und "Fortune" bis zum Jahresende abzuspalten. Dann folgte die Tribune Company, die ihr Zeitungsgeschäft rund um die "Chicago Tribune" loswerden will und sich aufs Lokalfernsehen verlegt. Schließlich verkaufte am Vortag die Washington Post Company die namensgebende Zeitung an Amazon-Chef Jeff Bezos.

Quelle: n-tv.de

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