Wirtschaft
"Eine Vorstellung vom Ausmaß des Wettbewerbs": Fiat-Chef Sergio Marchionne und Verwaltungsratschef John Elkann (r.).
"Eine Vorstellung vom Ausmaß des Wettbewerbs": Fiat-Chef Sergio Marchionne und Verwaltungsratschef John Elkann (r.).(Foto: REUTERS)

"Wir sind zu klein": Fiat will weiter wachsen

Der Mangel an wirtschaftlicher Schwungmasse macht dem italienischen Automobilkonzern weiterhin schwer zu schaffen: Verwaltungsratschef Elkann weist Kritik am Expansionskurs mit ungewohnt deutlichen Worten zurück.

Der italienische Autobauer Fiat hält sich auch zusammen mit dem übernommenen Chrysler-Konzern für noch nicht groß genug. "Wir sind zu klein", sagte Verwaltungsratschef John Elkann auf der Fiat-Hauptversammlung.

Zwar habe Fiat durch den Chrysler-Kauf seine geografische Reichweite ausgedehnt. Um im Konkurrenzkampf zu bestehen, müsse der weltweite Branchensiebte aber weiter wachsen.

"Wir haben uns öfter sagen lassen müssen, dass wir zu groß geworden sind", sagte Elkann. "Aber das kann nur jemand sagen, der keine Vorstellung vom Ausmaß des Wettbewerbs hat."

84 Milliarden nicht genug

Nach den Worten Elkanns verkaufte Fiat vergangenes Jahr weltweit vier Millionen Autos und erlöste damit 84 Mrd. Euro. Allerdings haben die Italiener Mühe, in den wichtigen Absatzregionen Indien, China und Russland Fuß zu fassen.

In den Wachstumsmärkten im asiatisch-pazifischen Raum verkaufte Fiat 2012 nur rund 103.000 Fahrzeuge.

In Europa hat Fiat vor allem auf dem durch die Schuldenkrise gebeutelten Massenmarkt Probleme. Das Unternehmen will im Europageschäft bis spätestens 2016 die Gewinnschwelle erreichen.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen