Wirtschaft
Günther Fielmann sieht Defizite im Online-Geschäft.
Günther Fielmann sieht Defizite im Online-Geschäft.(Foto: picture alliance / dpa)

"Wir beobachten die Entwicklung": Fielmann liebäugelt mit Internet-Shop

In den Filialen des Brillenherstellers Fielmann brummt das Geschäft, dafür läuft online gar nichts. Grundsätzlich könnte es aber "von heute auf morgen" losgehen, kündigt Firmengründer Günther Fielmann an. Es gibt allerdings noch technische Hürden.

Der Brillenhersteller Fielmann hält einen Einstieg in den Internethandel unter bestimmten Voraussetzungen für möglich. Wenn dort dieselbe Qualität lieferbar sei wie im Laden, werde man in den Online-Handel einsteigen, sagte Vorstandschef Günther Fielmann der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Das Unternehmen beobachte die Entwicklung im Internet aufmerksam. "Grundsätzlich könnte Fielmann von heute auf morgen den Online-Vertrieb starten", sagte der Firmengründer.

Technische Neuerungen abwarten

Derzeit sieht Fielmann aber noch Probleme im Online-Geschäft. "Der Internethandel kann die Sehstärke nicht bestimmen, ist auf die vom stationären Augenoptiker ermittelten Werte angewiesen", sagte er. Auch müssten Gläser individuell zentriert werden. Zum Zeitpunkt äußerte er sich nicht. "Wann die technische Entwicklung aber eine qualitativ so hochwertige Lösung anbietet, vermag ich heute nicht vorherzusagen."

Seit Jahren greifen Internethändler wie Mister Spex die herkömmlichen Brillenläden an. Deswegen stellt sich für die klassischen Händler die grundsätzliche Frage, ob sie selbst online aktiv werden - und damit womöglich ihr eigenes Geschäft kannibalisieren. Momentan sieht Günther Fielmann Defizite im Online-Geschäft. Fielmanns Sohn und mutmaßlicher Nachfolger Marc gilt als internetaffiner als der Vater.

2012 hatte der Konzern nach eigenen Angaben 7,1 Millionen Brillen abgesetzt (2011: 6,7 Mio.) und einen Umsatz von 1,11 Milliarden Euro (1,05 Mrd.) erzielt. Für 2013 sind noch keine Zahlen bekannt.

Quelle: n-tv.de

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