Wirtschaft

Mit starken Zahlen im RückenFresenius bleibt an Rhön dran

01.08.2012, 07:44 Uhr
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Gesundheit kennt keine Konjunkturschwankungen: Eine Fresenius-Mitarbeiterin bei der Herstellung so genannter retroviraler Vektoren. (Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Die Geschäfte bei Fresenius und der Tochter FMC laufen nach Maß. Beide Dax-Konzerne erfüllen mit ihren Zahlen zum zweiten Quartal die Erwartungen von Analysten und unterstreichen ihre Geschäftsprognosen. Fresenius kommen gut gefüllte Kassen auch zugute, um mit neuer Kraft einen Übernahmeversuch von Rhön-Klinikum zu starten.

Florierende Geschäfte mit Nachahmermedikamenten füllen die Kassen des Gesundheitskonzerns Fresenius. Im ersten Halbjahr stieg der Gewinn um ein Fünftel auf 434 Mio. Euro. Der Umsatz kletterte um 17 Prozent auf 9,2 Mrd. Euro.

Für das Gesamtjahr bekräftigte Fresenius seine Prognose, die der Konzern im Juni bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr angehoben hatte. Der Gewinn soll demnach währungsbereinigt um 14 bis 16 Prozent steigen, der Umsatz um 12 bis 14 Prozent.

Fresenius bekräftigte zudem, weiter einen zweiten Anlauf zur Übernahme des Konkurrenten Rhön-Klinikum auszuloten. "Fresenius ist weiterhin von den Vorteilen eines Zusammenschlusses von Rhön-Klinikum und (der Fresenius-Krankenhaustochter) Helios überzeugt und prüft Handlungsmöglichkeiten."

FMC erfüllt Erwartungen

Auch beim Dax-notierten Tochterunternehmen, dem Dialysespezialisten Fresenius Medical Care, laufen die Geschäfte gut. Das Unternehmen hat die Schwächephase des vergangenen Jahres hinter sich gelassen. Steigende Vergütungen für Dialysebehandlungen in den USA bei gleichzeitig reduzierten Kosten pro Behandlung haben dem Konzern auch im zweiten Quartal zu einem Umsatz- und Gewinnanstieg verholfen.

Die Erlöse legten um 9 Prozent auf 3,43 Mrd. US-Dollar zu. Noch stärker stieg der Quartalsgewinn, er legte um 11 Prozent auf 289 Mio. US-Dollar zu. Das lag auch an einem Ertrag einer Beteiligung. Bereinigt darum erzielte FMC einen Gewinn von 276 Mio. US-Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit einem Gewinn von 277 Mio. US-Dollar gerechnet.

Für das Gesamtjahr erwartet Konzernchef Ben Lipps wie bisher einen Umsatz von rund 14 Mrd. Dollar. Der auf die Anteilseigner des Unternehmens entfallende Gewinn soll bereinigt um einen Bewertungseffekt auf rund 1,14 Mrd. Dollar steigen.

Quelle: ntv.de, nne/rts/DJ