Wirtschaft
Gazprom-Gewinn sackt wegen ausbleibender Zahlungen aus der Ukraine weg.
Gazprom-Gewinn sackt wegen ausbleibender Zahlungen aus der Ukraine weg.(Foto: picture alliance / dpa)

Ukraine als Bremsklotz: Gazprom-Gewinn bricht ein

Russland hat Mitte Juni seine Gaslieferungen an die Ukraine eingestellt. Das Nachbarland verweigerte die Zahlung höherer Preise. Nun bekommt der russische Gasmonopolist Gazprom die Quittung.

Der russische Energiekonzern Gazprom hat im ersten Halbjahr einen Gewinneinbruch verbucht. Vor allem wegen der Schulden der Ukraine sank er um 23 Prozent, teilte Gazprom mit. Demnach erzielte der Konzern zwischen Januar und Juni einen Nettogewinn von 450,5 Milliarden Rubel (8,7 Milliarden Euro). Beobachter hatten einen Gewinn von rund 484 Milliarden Rubel erwartet.

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Wie der Konzern weiter mitteilte, belaufen sich die "zweifelhaften ausstehende Forderungen" - ein Verweis auf das ukrainische Unternehmen Naftogaz - auf 215,8 Milliarden Rubel.

Der Umsatz kletterte dennoch um 7 Prozent auf 1,6 Billionen Rubel, da der Auslands-Absatz und die Preise zulegten. Die Verkäufe auf dem lukrativen europäischen Markt stiegen leicht auf 86 Milliarden Kubikmeter. Auf dem Heimatmarkt ging der Absatz dagegen auf 125,4 von 133,6 Kubikmeter zurück.

Entspannung in Ukraine-Krise?

Russland hatte Mitte Juni seine Gaslieferungen an die Ukraine eingestellt, nachdem sich Kiew geweigert hatte, höhere Preise zu akzeptieren. Hintergrund ist der Konflikt um die Annäherung der Ukraine an die Europäische Union.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat jüngst in der Ukraine-Krise den Abzug der Truppen in der Nähe der ukrainischen Grenze angeordnet. Nach dem Ende von Militärübungen in der Region Rostow sollten die Soldaten in die Kasernen zurückkehren, meldeten russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf einen Kreml-Sprecher. Putin habe die Anordnung nach einem Gespräch mit Verteidigungsminister Sergej Schoigu gegeben. Betroffen seien 17.600 Soldaten.

Quelle: n-tv.de

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