Wirtschaft
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Neue Fabrikate bei Deutschen weniger begehrt : Gebrauchtwagen sind die Renner

Mehr als 7 Millionen Autos wechseln im abgelaufenen Jahr in Deutschland die Besitzer. Das ist der höchste Stand seit 13 Jahren. Dagegen schwächelt das Neuwagengeschäft. Wachstum gibt es vor allem bei den alternativen Antrieben.

Die Deutschen greifen beim Autokauf immer häufiger zum Gebrauchtwagen. Während im vergangenen Jahr die Zahl der Neuzulassungen um 4,2 Prozent zurückgegangen ist, stiegen die Besitzumschreibungen um 3 Prozent an, wie das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg mitteilte.

Insgesamt wechselten 7,09 Millionen Gebrauchtwagen den Besitzer. Damit stieg die Zahl der Pkw-Besitzüberlassungen erstmals seit 2000 wieder über die Marke von 7 Millionen. Bei den Neuwagen wurden 2,95 Millionen registriert. Die von der Automobilindustrie angepeilte Drei-Millionen-Marke wurde damit verpasst. Bereits 2012 waren die Neuzulassungen um 3 Prozent zurückgegangen.

Wachstum gab es vor allem bei den alternativen Antrieben: Im vergangenen Jahr wurden mit 60.051 Neuanmeldungen doppelt so viele Elektroautos zugelassen wie im Vorjahr. Insgesamt stieg der Anteil der neu zugelassenen Pkw mit alternativen Antriebsarten - darunter auch 26.348 Hybrid-Autos - von 1,3 Prozent auf 1,6 Prozent.

Der Anteil von Benzinern und Diesel-Pkw liegt mit 50,9 Prozent und 47,5 Prozent beinahe gleichauf. Als Fahrzeug immer beliebter wird der SUV: In der Klasse der Sport-Geländewagen gab es 8,6 Prozent mehr Neuanmeldungen. Bei den Nutzfahrzeugen stiegen vor allem die Neuanmeldugen von Omnibussen stark an (13,3 Prozent).

Volkswagen verteidigt Platz eins

Bei den Marken steht Volkswagen weiter an der Spitze: Trotz eines Rückgangs von 4,6 Prozent blieb der Wolfsburger Autohersteller mit einem Anteil von 21,8 Prozent Marktführer. Insgesamt waren 642.190 Neuzulassungen VWs.

Die weiteren zu VW gehörigen Marken gehörten dabei zu den Gewinnern: So wurden im vergangenen Jahr 22,4 Prozent mehr Seat-Fahrzeuge zugelassen, Autos der tschechischen Marke Skoda wurden 8,7 Prozent häufiger angemeldet und mit 20.799 Neuanmeldungen insgesamt gewann auch Porsche 1,4 Prozent hinzu.

Mercedes verfehlte mit einem Rückgang von 1,4 Prozent knapp das Vorjahresergebnis. Auch die Neuzulassungen von BMWs und Audis gingen um 5,5 Prozent beziehungsweise 5,8 Prozent zurück.

Opel verlor 2,9 Prozent bei den Neuanmeldungen, Chevrolet 17,7 Prozent. Auch die Neuzulassungen von Ford (-3,9 Prozent) und den japanischen Marken Nissan (-11,5 Prozent) und Toyota (-8,4 Prozent) gingen zurück.

Quelle: n-tv.de

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