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Festnetztelefon der Marke Gigaset. Der Hersteller will 2015 in das Smartphone-Geschäft einsteigen.
Festnetztelefon der Marke Gigaset. Der Hersteller will 2015 in das Smartphone-Geschäft einsteigen.(Foto: picture alliance / dpa)

Kooperation mit Investor aus China: Gigaset plant erstes deutsches Smartphone

Konkurrenz für Apple, Samsung und Co.: Die ehemalige Siemens-Sparte Gigaset will als erster deutscher Hersteller in das Smartphone-Geschäft einsteigen. Allerdings geht das nur mit dem neuen Haupteigentümer aus Hongkong.

Die ehemalige Siemens-Festnetzsparte Gigaset will nach einem Medienbericht als erster deutscher Hersteller in das Smartphone-Geschäft einsteigen. "Letztes Jahr wurden weltweit etwa 60 Millionen neue Schnurlostelefone verkauft. Wir liefern davon immerhin gut ein Drittel aus. Zur gleichen Zeit wurden aber mehr als eine Milliarde Smartphones vertrieben. Das ist der große Unterschied", sagte Gigaset-Chef Charles Fränkl der "Süddeutschen Zeitung".

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Hergestellt und entwickelt werden sollen die Geräte demnach zum Großteil in einem Gemeinschaftsunternehmen in China. Partner ist der neue Gigaset-Haupteigentümer Pan Sutong aus Hongkong. Der Milliardär war 2013 bei Gigaset eingestiegen. Inzwischen besitzt er drei Viertel der Anteile. "Dank seines Engagements haben wir das Unternehmen komplett entschuldet und unser Eigenkapital aufgestockt. Ohne ihn könnten wir nicht ins Smartphone-Geschäft einsteigen", sagte Fränkl.

Nachdem Siemens 2008 das Unternehmen an einen Finanzinvestor verkauft hatte, ging es Gigaset viele Jahre wirtschaftlich schlecht. Fränkl hatte den Chefposten bei Gigaset vor drei Jahren übernommen und sich seither auf die Suche nach einem Investor gemacht. Wenn Pan Sutong nicht eingestiegen wäre, sagte Fränkl, "dann wäre es sicherlich, na sagen wir einmal, interessant geworden. Es ist auf jeden Fall besser, dass wir jetzt nicht mehr völlig alleine im Wind stehen."

Die neuen Smartphones sollen in China gefertigt werden. Bleibt Gigaset dann überhaupt noch mit seiner Produktion in Bocholt? "Niemand kann in die Zukunft blicken, aber ich gehe davon aus", sagte Fränkl. "Derzeit haben wir bei Gigaset 1600 verschiedene Produkte im Angebot, da rechnet sich eine asiatische Fertigung nicht in allen Bereichen. Der Grundsatz lautet, je individueller ein Produkt ist, desto näher muss man am Kunden sein. Und die klassischen Gigaset-Kunden leben nun einmal in Europa."

Quelle: n-tv.de

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