Wirtschaft
Junger Africell-Mitarbeiter an seinem Stand in Freetown, Sierra Leone. Die Mobiltelefonie ist in Afrika im letzten Jahrzehnt geradezu explodiert. Denn ohne flächendeckendes Festnetz ist sie die einzige Möglichkeit der Telekommunikation.
Junger Africell-Mitarbeiter an seinem Stand in Freetown, Sierra Leone. Die Mobiltelefonie ist in Afrika im letzten Jahrzehnt geradezu explodiert. Denn ohne flächendeckendes Festnetz ist sie die einzige Möglichkeit der Telekommunikation.(Foto: REUTERS)

Mobiles Internet für Schwellenländer: Google setzt auf Afrika und Asien

Google will sich laut einem Zeitungsbericht am Ausbau von Mobilfunk-Datennetzen in Schwellenländern Afrikas und Asiens beteiligen. Dem Internet-Riesen gehe es vor allem um ländliche Regionen, in denen es keine Internet-Zugänge gebe.

Der US-Internetkonzern Google will laut einem Pressebericht das mobile Internet in Schwellenländern ausbauen. Wie das "Wall Street Journal" berichtete, führt Google Gespräche über entsprechende Projekte vor allem in Afrika und Asien. Der Zeitung zufolge könnten mit dem Vorhaben rund eine Milliarde Menschen zusätzlich Zugang zum Internet erhalten.

Laut dem Bericht verhandelt Google mit mehreren Regierungen über die Einrichtung von W-LAN-Netzen auch in entlegenen Gebieten. Mit der südafrikanischen und der kenianischen Regierung habe der Konzern aus Kalifornien bereits über eine Änderung der Regeln für die Nutzung von Frequenzen verhandelt, die bisher für das Fernsehen reserviert sind.

Google strebe auch auf Partnerschaften mit örtlichen Firmen an und entwickele auch Geschäftsmodelle für deren Betrieb, berichtet das "Wall Street Journal". Der Konzern setze auf neue Mikroprozessoren und preiswerte Smartphones, die mit dem Google-Betriebssystem Android funktionieren. Auf Nachfrage äußerte sich Google zunächst nicht zu dem Bericht.

Führende Google-Manager hatten schon lange angekündigt, sie wollten helfen, Menschen in entlegenen und ärmeren Regionen ins Internet zu bringen. Wirtschaftlich erklärt der Konzern, er werde davon profitieren, weil mehr Menschen seine Suche nutzen und auf Anzeigen klicken würden. Schätzungen zufolge nutzt rund die Hälfte der Erdbevölkerung kein Internet. Bisher versuchte sich der Suchmaschinen-Spezialist in den USA als Anbieter von superschnellen Glasfaserleitungen in Kansas. Als zweite Stadt soll Austin in Texas folgen.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen