Wirtschaft
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Britische Bank erwartet die Strafen: HSBC polstert sich

Für die Verfehlungen aus der Vergangenheit muss die britische Großbank vorsorgen und einen Milliardenbetrag zur Seite legen. Das dämpft das Quartalsergebnis.

Die britische Bank HSBC hat im dritten Quartal die Erwartungen verfehlt. Das Finanzinstitut musste rund 1,7 Milliarden US-Dollar für Sonderbelastungen zurückstellen, darunter 378 Millionen Dollar für einen möglichen Vergleich mit der britischen Finanzaufsicht FCA im Skandal um Manipulationen am Devisenmarkt.

Das bereinigte Vorsteuerergebnis sank in dem Dreimonatszeitraum um zwölf Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar. Die bereinigte Einnahmen stagnierten bei 15,6 Milliarden Dollar. Die Zahlen sind um die Preisveränderungen der eigenen Schulden der Bank sowie um Gewinne und Verluste aus Veräußerungen bereinigt.

Neben der erwarteten Belastung im Zusammenhang mit dem Devisenskandal stellte die HSBC Holdings 701 Millionen Dollar für die Entschädigung von Kunden zurück, denen falsche Produkte verkauft worden waren. Hinzu kommen 550 Millionen für eine Einigung mit dem US-Immobilienregulierer Federal Housing Finance Agency (FHFA). Die Restrukturierungskosten beliefen sich auf 68 Millionen Dollar.

Behörden äußern sich in Kürze

An der Börse kam die Quartalsbilanz, die hinter den Erwartungen von Analysten zurückblieb, zunächst nicht gut an: HSBC-Aktien verbilligten sich zeitweise um drei Prozent. Ungeachtet der Rückstellungen verdiente die Bank jedoch mehr.

Die Gespräche mit der FCA dauerten an, teilte die Bank weiter mit. Mehrere andere Banken, darunter Barclays und Royal Bank of Scotland, haben in der vergangenen Woche ähnliche Rückstellungen gebildet. Die FCA will nach einer 18-monatigen Untersuchung der Devisenmärkte nun innerhalb der nächsten Wochen Vergleiche mit sechs Banken treffen. Sie stehen nicht in Verbindung mit den weiter andauernden Untersuchungen anderer Behörden weltweit, die mutmaßliche Manipulationsversuche von Devisenkursen und die Weitergabe von Informationen zwischen Händlern unter die Lupe nehmen.

Quelle: n-tv.de

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