Wirtschaft
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China-Geschäft weiter schwach: Heideldruck-Aktie schmiert nach Zahlen ab

Ein dickes Minus verzeichnet die Heidelberger Druckmaschinen AG im abgelaufenen Quartal. Schuld sind größtenteils die Kosten für den Konzernumbau. Gleichzeitig konnte das operative Ergebnis gesteigert werden. Die Anleger suchen heute dennoch das Weite.

Nach roten Zahlen sind Heidelberger Druckmaschinen heute auf Talfahrt gegangen. Die Aktie brach als SDax-Schlusslicht um bis zu 9,2 Prozent auf 1,95 Euro ein. Unter anderem der Abbau von rund 1000 Stellen hat den kriselnden Maschinenbauer tiefer in die roten Zahlen gedrückt. Zugleich erwarten die Badener keine Erholung ihres schwachen Geschäfts in China.

Die Rückstellungen für den Konzernumbau beliefen sich in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf insgesamt 72 Millionen, wovon 55 Millionen Euro allein im dritten Quartal anfielen. Dies führte nach neun Monaten zu einem Nettoverlust von 95 Millionen Euro, das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr, als das Minus 40 Millionen Euro betrug.

Operativ sieht sich das Unternehmen jedoch im Plan. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verbesserte sich in den ersten neun Monaten von 67 auf 80 Millionen Euro. Analysten von der DZ Bank zeigten sich von dieser Entwicklung jedoch enttäuscht - sie hatten mit einem besseren Abschneiden gerechnet.

Ein Händler verwies in Zusammenhang mit dem Kursverlust der Aktie auch auf die Aussagen des Konzerns zum China-Geschäft. "Dass es in diesem wichtigen Markt weiter so schlecht läuft, ist eine wirklich schlechte Nachricht."

Quelle: n-tv.de

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