Wirtschaft
Montag, 07. Juni 2010

Sehnsucht nach vergangenen Zeiten: Henkel will die Mark zurück

Hans Olaf Henkel
Hans Olaf Henkel(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der frühere Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Hans Olaf Henkel, hat sich für die Abschaffung des Euro ausgesprochen. Stattdessen solle die europäische Gemeinschaftswährung in zwei Einheiten aufgeteilt werden, schrieb er in einem Beitrag für das "Hamburger Abendblatt". Er schlage eine D-Mark-geführte Einheit vor, "die sich an die gültigen Stabilitätskriterien hält". Zudem solle es eine vom französischen Franc geführte Einheit geben.

"Schon heute gibt es 13 unterschiedliche Währungen in der EU, hätten wir mit der Wiedereinführung der D-Mark 14, würde das Projekt Europa dadurch nicht bedroht", " schrieb Henkel und betonte, Deutschland sei auch ohne Euro das führende Exportland der EU gewesen. Nach der Einführung des Euro dann seien Deutschlands Ausfuhren in Nicht-Euro-Länder stärker gestiegen als die in die Euro-Zone. Henkel schrieb, er fühle sich "schuldig": "Ich war ein überzeugter Anhänger des Euro." Doch jetzt müsse das Ruder herumgerissen werden. Das sei besser, "als sehenden Auges auf Grund zu laufen".

Quelle: n-tv.de

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