Wirtschaft

Der "große" Verfallstag: Hexensabbat an der Börse

Alle drei Monate erobern die "Hexen" das Börsenparkett um ihren "Sabbat" zu feiern. Die Marktteilnehmer fürchten den "großen Verfall", denn er sorgt oft starke Kursausschläge.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Traditionell fürchten Anleger den Hexensabbat, da es im Vorfeld zu starken Kursausschlägen kommen kann, denn Investoren versuchen häufig, die Kurse in eine für sie günstige Richtung zu bewegen. Im Folgenden wichtige Fakten über den Hexensabbat.

Am "Hexensabbat" verfallen gleich drei Arten von Anlagen: die Optionen auf Einzelaktien, die Optionen auf Indizes und die Terminkontrakte auf Indizes. Daher spricht man von einem "Großen Verfall".

1. Die Terminkontrakte auf Börsenindizes - also der Dax-Future oder der MDax-Future - verfallen nur alle drei Monate, immer am Ende eines Quartals.

2. Die Optionen auf Einzelaktien und Indizes verfallen dagegen alle vier Wochen. Das nennen Börsianer dann den "Kleinen Verfall".

3. Verfallstermin ist jeweils am dritten Freitag eines Monats.

4. Die Preise für Aktien-Optionen werden zum Xetra-Handelsschluss festgestellt, die für die Index-Optionen und -Futures schon am Mittag ab 13.00 Uhr.

5. Die Umsätze sind an Verfallstagen relativ hoch. So waren im Dezember 222 Millionen Aktien für 6,6 Milliarden Euro gehandelt worden. Vor Jahresfrist waren es beim Großen Verfall 288 Millionen Aktien für 5,8 Milliarden Euro. Viele Börsianer, die in den vergangenen Wochen über dünne Geschäfte klagen, dürften sich somit auf Freitag freuen.

Quelle: n-tv.de

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