Wirtschaft

Leitzins weiter rauf: Hohe Inflation setzt Brasilien zu

Es ist ein Giftgemisch: Steigende Lebensmittelpreise und eine deutlich schwächere Landeswährung machen Brasilien zu schaffen. Ergebnis ist eine zu hohe Inflationsrate. Dem will die Notenbank des Landes entgegenwirken.

Ziel ist eine Teuerungsrate von 4,5 Prozent.
Ziel ist eine Teuerungsrate von 4,5 Prozent.(Foto: picture alliance / dpa)

Die brasilianische Notenbank hat im Kampf gegen hohe Inflation die Zinsen erneut angehoben. Die Währungshüter der größten Volkswirtschaft Lateinamerikas setzten den Satz von 13,25 auf nun 13,75 Prozent hoch.

Zudem erklärten sie, weitere Anhebungen konnten folgen, um die Teuerungsrate von zuletzt rund acht Prozent in Richtung der angestrebten 4,5 Prozent zu bringen. Ausgabenprogramme der Regierung, kräftig gestiegene Nahrungsmittelpreise und eine deutliche Abwertung der Landeswährung Real haben die Inflation in den vergangenen Jahren angeheizt.

Der Kurs der Zinsanhebungen ist aber umstritten, weil dadurch auch die Kreditkosten steigen und damit weniger konsumiert und investiert wird. Im ersten Quartal schrumpfte die Wirtschaft bereits um 0,2 Prozent und Volkswirte erwarten für das Gesamtjahr ein Minus von mindestens ein Prozent. Ende 2014 war die Wirtschaft im Land noch um 0,3 Prozent gewachsen.

Die Entwicklung geht auch auf den Schwenk von Präsidentin Dilma Rousseff zurück. Seit Beginn ihrer zweiten Amtszeit im Januar hat sie Staatsausgaben gedrosselt sowie Steuern und Strompreise erhöht. Damit will sie verloren gegangenes Vertrauen bei Investoren zurückgewinnen, die sie für ihre vorherigen Eingriffe in die Wirtschaft kritisiert hatten.

Quelle: n-tv.de

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