Wirtschaft

Desolate Lage am Arbeitsmarkt: Hollande steht unter Beschuss

Bis zum Ende dieses Jahres wollte François Hollande den Anstieg der Arbeitslosenzahl stoppen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Ein Grund mehr für die Opposition, verbal auf den französischen Staatschef einzuprügeln.

Bislang ein glückloser Präsident: François Hollande.
Bislang ein glückloser Präsident: François Hollande.(Foto: dpa)

Nach einem erneuten Anstieg der Arbeitslosenzahlen in Frankreich sieht die Opposition Staatspräsident François Hollande bei seinem wichtigsten Ziel als gescheitert an. Hollande müsse gegenüber den Franzosen sein "Scheitern" im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit einräumen und umgehend seine Wirtschaftspolitik ändern, erklärte der konservative Oppositionschef Jean-François Copé. Die regierenden Sozialisten hätten auch mit der Schaffung zahlreicher staatlich subventionierter Jobs den Anstieg der Arbeitslosigkeit nicht stoppen können.

Das Arbeitsministerium hatte zuvor einen erneuten Anstieg der Arbeitslosigkeit im November bekanntgegeben. Zum Monatsende waren 3,29 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet und damit 17.800 mehr als noch im Vormonat. In Frankreich war die Arbeitslosigkeit seit dem Frühjahr 2011 beinahe ununterbrochen angestiegen.

Wo ist die Trendwende?

Hollande hat es zu seinem wichtigsten Ziel erklärt, den Anstieg der Arbeitslosigkeit bis Jahresende zu stoppen. Nach einem Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Oktober hatte Hollande erklärt, dies sei der Beginn der versprochenen Trendwende.

Arbeitsminister Michel Sapin beteuerte im Sender Europe 1 trotz des Wiederanstiegs im November, die Trendwende am Arbeitsmarkt sei "eingeleitet". "Das ist die Wahrheit."

Die Kommunisten kritisierten solche Beteuerungen der Regierung aber als "lächerlich". "Wie kann man von einer 'Umkehrung der Arbeitslosenkurve' sprechen, wenn im November eine Zunahme der Arbeitssuchenden verzeichnet wird?" Die Chefin der rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, erklärte, der Anstieg der Arbeitslosenzahlen sei zu deutlich, um sich "verschleiern" zu lassen.

Quelle: n-tv.de

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