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Das teuerste Unternehmen der Welt ist und bleibt nach Börsenkapitalisierung Apple.
Das teuerste Unternehmen der Welt ist und bleibt nach Börsenkapitalisierung Apple.(Foto: REUTERS)

Teuerste Unternehmen der Welt: IT-Riesen der USA sind schwerer als der Dax

Deutschland gewinnt im Ranking der 100 teuersten Unternehmen mit zwei Neueinsteigern etwas an Bedeutung. Ein Unternehmen flog dafür aber auch spektakulär raus. Die wertvollsten Firmen der Welt stammen immer noch aus den USA.

Die zehn wertvollsten Unternehmen der Welt haben eins gemeinsam: Sie alle haben ihren Sitz in den Vereinigten Staaten von Amerika. Das geht aus einer Analyse der Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young hervor. Insgesamt sind die USA im Ranking der 100 am höchsten bewerteten Unternehmen weltweit auch überrepräsentiert. Mit 54 Unternehmen stammt mehr als die Hälfte aus den USA. Nur 26 sind in Europa angesiedelt, lediglich 17 in Asien.

Das teuerste Unternehmen der Welt ist und bleibt nach Börsenkapitalisierung Apple: Auch wenn der Börsenwert des iPhone-Herstellers seit Mitte des Jahres um 95 Milliarden US-Dollar bzw. 13 Prozent gesunken ist, bleibt das Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 627 Milliarden US-Dollar die weltweite Nummer eins vor dem Google-Nachfolgeunternehmen Alphabet und Microsoft. Die Börsenmacht der US-Konzerne zeigt sich im unmittelbaren Vergleich: Mit 1,4 Billionen Euro sind die drei US-Internetkonzerne zusammen mehr wert als alle 30 Konzerne im deutschen Börsenindex Dax. Apples Börsenwert allein übertrifft die Wirtschaftskraft von Norwegen oder Schweden.

Das teuerste deutsche Unternehmen folgt erst auf Platz 62 der Rangliste: Der Pharmakonzern Bayer ist 116 Milliarden US-Dollar wert. Immerhin kann Deutschland aber mit insgesamt sechs Unternehmen unter den 100 wertvollsten Unternehmen der Welt – zur Jahresmitte waren es nur fünf Unternehmen – zum Jahresende seinen vierten Rang in der Länderrangliste behaupten. Damit liegt Deutschland auf Platz vier hinter den USA, China und Großbritannien. Letztere sind im Ranking mit elf und acht Unternehmen vertreten.

Sechs deutsche Unternehmen

Von den deutschen börsennotierten Unternehmen konnten sich neben Bayer die Softwareschmiede SAP (mit 99 Milliarden US-Dollar auf Platz 72), Daimler (mit 91 Milliarden US-Dollar auf Platz 81) und Siemens (mit 86 Milliarden US-Dollar auf Platz 88) vertreten. Deutsche Neueinsteiger im Top-100-Ranking sind die Deutsche Telekom, die auf Rang 92 landete, und die Allianz auf Rang 95.

Nicht mehr im Top 100 Ranking vertreten ist Volkswagen: Der Wolfsburger Konzern landete mit einem Börsenwert von knapp 77 Milliarden US-Dollar nur noch auf Platz 103. Zur Jahresmitte – vor dem Bekanntwerden der Diesel-Affäre – war Volkswagen an der Börse noch gut 110 Milliarden US-Dollar wert. Damit belegte er Platz 65.

Insgesamt hat die Mehrzahl der in den Top 100 notierten Aktiengesellschaften  (57 Prozent) in den vergangenen sechs Monaten an Börsenwert eingebüßt. Ihre Marktkapitalisierung sank im zweiten Halbjahr um etwa ein Prozent auf 15,8 Billionen Dollar, im ersten Halbjahr war sie noch um drei Prozent gestiegen. Auch der Börsenwert der sechs deutschen Unternehmen gab um ein Prozent auf 545 Milliarden US-Dollar nach.

Die Dominanz der US-Unternehmen führt Ernst & Young-Partner Thomas Harms vor allem auf die gute wirtschaftliche Entwicklung in den USA sowie auf den moderneren und zukunftsweisenderen Branchenmix in den Vereinigten Staaten zurück: "Während in Europa traditionell die Industrie und die Rohstoffkonzerne dominieren, sind in den USA neue Leitbranchen ins Zentrum gerückt – und haben eine große Dynamik entwickelt." Vor einem halben Jahr hatten "nur" acht der zehn teuersten Unternehmen der Welt ihren Sitz in den USA.

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Quelle: n-tv.de

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