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Wirtschaft

Freitag, 28. Mai 2010

Teurere Energie schlägt zu Buche : Importpreise ziehen kräftig an

Steigende Energiepreise verteuern die deutschen Importe im April so stark wie seit August 2008 nicht mehr. Die Einfuhrpreise legen im Schnitt um 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu.
Auch das Öl für den Tiger in dem Tank wird importiert. Die Preise für Mineralölerzeugnisse zogen um 56,1 Prozent an.

Auch das Öl für den Tiger in dem Tank wird importiert. Die Preise für Mineralölerzeugnisse zogen um 56,1 Prozent an.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Importpreise in Deutschland sind im April stärker gestiegen als erwartet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtete, kletterte der Index der Einfuhrpreise im Vergleich zum Vormonat um 2,0 Prozent. Ökonomen hatten lediglich einen Anstieg von 1,7 Prozent vorhergesagt. Im Jahresvergleich wurde ein Importpreisanstieg von 7,9 Prozent registriert und damit die höchste Jahresteuerungsrate seit August 2008. Hier war im Vorfeld eine Jahresrate von 7,6 Prozent erwartet worden. Im März waren die Importpreise um 1,7 Prozent im Monats- und um 5,0 Prozent im Jahresvergleich gestiegen.

Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnissse lag den Angaben zufolge im April um 3,3 Prozent höher als im Vorjahr, während sich im Vergleich mit März eine Steigerung um 1,4 Prozent ergab.

Energiepreise galoppieren davon

Der Preisanstieg im April ist vor allem auf die höheren Energiepreise zurückzuführen (plus 33,3 Prozent zum Vorjahr und plus 6,0 Prozent zum Vormonat), wie die Statistiker erklärten. Rohöl verteuerte sich auf Jahressicht um 65,4 Prozent und um 8,8 Prozent gegenüber dem Vormonat, die Preise für Mineralölerzeugnisse zogen um 56,1 Prozent und um 4,4 Prozent an. Dagegen waren die Preise für Erdgas um 8,0 Prozent niedriger als im Vorjahr, im Vergleich zum Vormonat stiegen sie um 2,0 Prozent.

Auch der Index der Ausfuhrpreise lag im April um 3,0 Prozent über dem Vorjahresniveau. Dies ist die höchste Jahresteuerungsrate seit November 2000. Im Vergleich zum Vormonat wurde im April ein Anstieg um 1,0 Prozent registriert.

AFP

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