Wirtschaft
Blick auf den New Yorker Stadtteil Manhattan.
Blick auf den New Yorker Stadtteil Manhattan.(Foto: picture alliance / dpa)

Schlechte Industriedaten: In den USA wachsen Konjunktursorgen

Auf ein Siebenjahrestief fällt das Industrie-Geschäftsklima-Barometer für die US-Schlüsselregion New York. Die Analysten haben bessere Daten erwartet. Auch im US-Einzelhandel ist die Lage schlechter als prognostiziert.

Die USA werden zum Wochenausklang mit unbefriedigenden Konjunkturdaten konfrontiert. So sind die Geschäfte der Industrie in der Schlüsselregion New York im Januar so schlecht gelaufen wie seit fast sieben Jahren nicht mehr. Das Barometer für das Geschäftsklima der Unternehmen fiel auf minus 19,37 Punkte von minus 6,21 Zählern im Vormonat, wie der regionale Ableger der US-Notenbank Fed mitteilte. Das ist der schlechteste Wert seit März 2009.

Ökonomen hatten lediglich mit minus 4,0 Punkten gerechnet. Die Unternehmen berichteten von einem merklichen Auftragsrückgang. "Vor dem Hintergrund der heutigen Zahlen verstärken sich die Konjunktursorgen wohl", warnte Ökonomin Viola Julien von der Helaba.

Zudem haben die US-Einzelhändler im Dezember überraschend weniger Umsatz gemacht. Die Erlöse sanken zum Vormonat um 0,1 Prozent, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Analysten hatten mit stagnierenden Einnahmen gerechnet, nach einem revidierten Wachstum von 0,4 Prozent im November.

Das Geschäft mit Winterkleidung litt unter dem warmen Wetter. Zudem wirkte sich der gesunkene Ölpreis negativ auf die Umsätze an den Tankstellen aus. Die US-Wirtschaft hängt stark von den Verbrauchern ab. Der Einzelhandel macht etwa 30 Prozent des privaten Konsums in den USA aus. Dieser wiederum steht für rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Quelle: n-tv.de

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