Wirtschaft
Feiernde Iren am St. Patrick's Day
Feiernde Iren am St. Patrick's Day(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Mit Pauken und Trompeten: Irland feiert Comeback an Kapitalmarkt

Im Dezember 2013 verlässt Irland den Euro-Rettungsschirm. Zuvor war es mit 85 Milliarden Euro vor dem Kollaps gerettet worden. Als zweiten Schritt wagt sich das Land nun an den Kapitalmarkt zurück. Die Investoren scharren bereits mit den Füßen.

Irland steht nach dem Verlassen des Euro-Rettungsschirms vor einem erfolgreichen Comeback am Kapitalmarkt. Das Investoreninteresse an einer zehnjährigen Anleihe überstieg das Angebot fast um das Vierfache, wie die Reuters-Tochter IFR von Personen erfuhr, die mit der Situation vertraut sind. Die Emission belaufe sich auf 3,75 Milliarden Euro, während die Nachfrage der Anleger bei über 14 Milliarden Euro gelegen habe.

"Solch eine extrem hohe Nachfrage unterstreicht die zuletzt positive Stimmung gegenüber Irland", sagte Anleihen-Händler Ryan McGrath vom Finanzdienstleister Cantor Fitzgerald. Dies sei ein guter Vorbote für Emissionen anderer Euro-Länder.

Gutes Omen

Irland hatte Mitte Dezember als erster Krisenstaat den Euro-Rettungsschirm verlassen. Das Euro-Mitgliedsland musste vor drei Jahren mit 85 Milliarden Euro von EU und Internationalem Währungsfonds vor der Staatspleite bewahrt werden. Seither hat das Land harte Sparmaßnahmen verabschiedet, um die Finanzen wieder in den Griff zu bekommen. 2015 soll sich das Staatsdefizit nach Prognose der EU-Kommission mit drei Prozent wieder im erlaubten Rahmen bewegen.

Bis dahin ist das nur 4,6 Millionen Einwohner zählende Land durchfinanziert. Der Grund: Es hat sich in den vergangenen anderthalb Jahren noch unter dem Schutz des Euro-Rettungsschirms bereits mit Geld am Kapitalmarkt eingedeckt. Im März 2013 hatte Irland einen zehnjährigen Bond über rund fünf Milliarden Euro begeben.

Konsortialführer bei der aktuellen Emission sind unter anderem die Deutsche Bank, Barclays, Morgan Stanley und Danske Bank. Die Platzierung sorgte für gute Laune der Anleger und erhöhte die Nachfrage nach Papieren der Euro-Krisenländer. So fielen etwa die Renditen für Zehn-Jahres-Anleihen aus Spanien und Griechenland.

Quelle: n-tv.de

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