Wirtschaft
Nach dem erfolgreichen Vorstoß der USA wird das Thema "Fracking" weltweit auf die Agenda gehoben.
Nach dem erfolgreichen Vorstoß der USA wird das Thema "Fracking" weltweit auf die Agenda gehoben.(Foto: REUTERS)

Interesse an "Fracking": Japan plant Milliardenhilfen

In Tokio werden offenbar umfangreiche Beihilfen für Schiefergasprojekte geplant. Medienberichten zufolge ist Japan an der Entwicklung kostengünstiger Energiequellen äußerst interessiert. In den USA ist das umstrittene "Fracking" bereits Praxis, in Deutschland schob Umweltminister Altmaier der Sache nun einen Riegel vor.

Japan will einem Pressebericht zufolge mit Milliardenhilfen die Entwicklung kostengünstiger Energiequellen fördern. Wie die Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtete, sind Garantien über bis zu eine Billion Yen (rund acht Mrd. Euro) für entsprechende Investitionsdarlehen geplant. Im Blick habe die Regierung in Tokio vor allem Schiefergasprojekte.

Als erstes dürften drei Konsortien japanischer Unternehmen in den Genuss des Programms kommen, die solche Pläne in den USA verfolgen, hieß es. Aber auch Schiefergasvorhaben in Russland, Australien und Afrika sollen demnach unterstützt werden. Das neue Darlehensprogramm werde am Montag von Wirtschaftsminister Toshimitsu Motegi vorgestellt. Verantwortlich dafür solle das Staatsunternehmen Japan Oil, Gas and Metals National Corp (JOGMEC) sein.

Bei der Gewinnung von Gas aus Schiefergestein wird eine mit Chemikalien versetzte Flüssigkeit mit hohem Druck in das Gestein gepresst, wodurch Risse entstehen, die das Gas entweichen lassen. In den USA wird das sogenannte "Fracking" trotz großer Umweltbedenken bereits im großen Stil eingesetzt, was erhebliche Erdgasmengen zutage gefördert hat.

Auch in Deutschland wird über "Fracking" diskutiert. Bundesumweltminister Peter Altmaier hat unlängst der Förderung von Schiefergas in Deutschland in den kommenden Jahren keine Chance gegeben. "Die Botschaft ist, wir wollen Fracking einschränken, wir wollen es nicht ermöglichen", sagte der CDU-Politiker. Er empfehle auch dringend allen Beteiligten, in der nächsten Zeit keine Anträge zu stellen, sagte Altmaier mit Blick auf Tests mit dem Verfahren, die in Deutschland bereits begonnen worden.

Quelle: n-tv.de

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