Wirtschaft
Sie Arbeitslosenquote liegt nur noch bei 5,3 Prozent in den USA.
Sie Arbeitslosenquote liegt nur noch bei 5,3 Prozent in den USA.(Foto: picture alliance / dpa)

215.000 neue US-Stellen im Juli: Jobwachstum stärkt Erwartung auf Zinswende

Die spannendste Frage an den Finanzmärkten lautet derzeit: Wann hebt die Fed die Zinsen wieder an? Wenn der Arbeitsmarkt "etwas besser" läuft, hatte Fed-Chefin Yellen gesagt. Neue Zahlen zeigen, dass das in den vergangenen Monaten bereits der Fall war.

Der US-Arbeitsmarkt ist auch im Juli gut gelaufen. Laut dem Arbeitsministerium entstanden 215.000 neue Arbeitsplätze. Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 5,3 Prozent. Die US-Wirtschaft muss jeden Monat rund 100.000 Jobs alleine dafür schaffen, dass die neu auf den Arbeitsmarkt strömenden Menschen eine Beschäftigung finden. Mehr als 200.000 zusätzliche Stellen sind also eine gute Nachricht.

Die Löhne stiegen um 0,2 Prozent, womit sich die Anzeichen für einen künftig stärkeren Inflationsdruck mehren. Auch das ist eine positive Nachricht, denn die Inflation in den USA liegt derzeit unter dem von der der Zentralbank Federal Reserve angestrebten Niveau.

Der für Juni zunächst gemeldete Beschäftigungszuwachs von 223.000 wurde auf 231.000 korrigiert, der für Mai von 254.000 auf 260.000, zusammen entstanden in den beiden Monaten also 14.000 Stellen mehr als bislang gemeldet.

Der US-Dollar wertete nach Veröffentlichung der Daten etwas auf. US-Staatsanleihen verzeichneten deutliche Verluste. An den Aktienmärkten gab es kaum Reaktionen. Dies alles deutet darauf hin, dass die Marktteilnehmer eine erste US-Zinsanhebung seit Jahren in diesem September nun für etwas wahrscheinlicher als zuvor halten.

Fed-Chefin Janet Yellen hatte gesagt, dass sie mit einer Zinserhöhung in diesem Jahr - der ersten seit 2007 - für den Fall rechnet, dass sich die Wirtschaft wie erwartet entwickelt. Im jüngsten geldpolitischen Statement des Offenmarktausschusses FOMC hatte geheißen, der Arbeitsmarkt müsse sich hierzu noch "etwas" verbessern.

Quelle: n-tv.de

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