Wirtschaft
Jahrzehntelang hat sich die Hypo Alpe Adria bei Investoren mit günstigem Geld versorgt - inzwischen tobt seit Jahren ein Streit um die Kosten für ihre Abwicklung.
Jahrzehntelang hat sich die Hypo Alpe Adria bei Investoren mit günstigem Geld versorgt - inzwischen tobt seit Jahren ein Streit um die Kosten für ihre Abwicklung.(Foto: picture alliance / dpa)

Streit ums Erbe der Hypo Alpe Adria: Kärnten macht Gläubigern Rückkaufangebot

Seit Jahren tobt der Streit um die Abwicklung der österreichischen Pleitebank Hypo Alpe Adria. Das Bundesland Kärnten macht den Gläubigern der Abwicklungsbank Heta jetzt ein Angebot, um sich von den milliardenschweren Haftungen zu befreien.

Das österreichische Bundesland Kärnten hat den Gläubigern der Abwicklungsbank Heta das lange erwartete Rückkaufangebot unterbreitet. Die Inhaber vorrangiger Schuldtitel sollten 75 Prozent des ursprünglichen Betrages erhalten, teilte eine Sprecherin des Kärntner Ausgleichszahlungs-Fonds mit. "Diese Quote gilt für die allermeisten Gläubiger." Gläubiger nachrangiger Schuldtitel sollen noch 30 Prozent bekommen. Weitere Details will der Fonds am Donnerstag veröffentlichen.

Insgesamt haftet Kärnten für Anleihen der ehemaligen Krisenbank Hypo Alpe Adria in Höhe von 11 Milliarden Euro. Das Bundesland sieht sich aber nicht in der Lage, das Geld vollständig zurückzuzahlen. Mehrere große Geldgeber - darunter die Commerzbank, die HSH Nordbank oder die Deutsche Pfandbriefbank - haben aber auf eine vollständige Rückzahlung gepocht. Als größter Gläubigerzusammenschluss hatten sie in der Vergangenheit auch mehrfach bezweifelt, dass Kärnten durch den Rückkauf vor der Pleite steht.

Die Gläubiger können bis zum 11. März entscheiden, ob sie das Angebot annehmen oder nicht. Damit es gültig ist, müssten zwei Drittel von ihnen zustimmen. Selbst bei einer Annahme des Angebots durch die Mindestzahl der Gläubiger gelten weitere Prozesse aber als sicher.

Quelle: n-tv.de

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