Wirtschaft
Auch den Tagebau Welzow-Süd will Vattenfall loswerden.
Auch den Tagebau Welzow-Süd will Vattenfall loswerden.(Foto: picture alliance / dpa)

Braunkohle-Verkauf geht voran: Kaufinteressenten melden sich bei Vattenfall

Bis Weihnachten sammelt Vattenfall Angebote für seine deutsche Braunkohlesparte. Die Angebote kommen vor allem aus Tschechien - gleich drei Unternehmen sind an einem Geschäft interessiert. Doch auch ein deutscher Energiekonzern gibt ein Gebot ab.

Der schwedische Energiekonzern Vattenfall kommt beim Verkauf seiner deutschen Braunkohlesparte voran: Die tschechischen Energiekonzerne Vrsanska Uhelna und CEZ haben Angebote vorgelegt. Beide Unternehmen gaben ihr Interesse unabhängig voneinander bekannt, machten aber keine Angaben zur Höhe ihrer jeweiligen vorläufigen Offerten. Auch der tschechische Versorger EPH habe eine Offerte abgegeben, bestätigte ein Sprecher auf Anfrage.

Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet zudem, auch die Essener Steag habe ein Angebot abgegeben. Das Gebot liege im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Steag wollte sich dazu nicht äußern. Vattenfall selbst wollte sich zu der Anzahl der Gebote nicht äußern. Der Konzern teilt nur mit, dass die Transaktion bis Mitte des nächsten Jahres entschieden sein soll.

Der schwedische Energiekonzern will sein ostdeutsches Braunkohlegeschäft mit mehreren Tagebau-Standorten und Kraftwerken im Paket verkaufen. Vattenfall will dadurch seinen CO2-Ausstoß reduzieren. Zum Portfolio gehören die Tagebaue Jänschwalde, Nochten, Cottbus Nord, Reichwalde und Welzow-Süd. Sie liefern die Kohle für die Kraftwerke Jänschwalde, Schwarze Pumpe und Boxberg.

Der Wert wird auf bis zu drei Milliarden Euro geschätzt. Eigentlich hatte Vattenfall den Verkauf in diesem Jahr abschließen wollen. Wegen der politischen Diskussion um die Stilllegung klimaschädlicher Braunkohlekraftwerke war der Prozess aber ins Stocken geraten.

Quelle: n-tv.de

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