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Wirtschaft

Mittwoch, 16. Juni 2010

US-Bank macht dicht: Keine Verträge mit BP

Die Bank of America Merrill Lynch weist dem Vernehmen nach ihre Händler an, keine Ölverträge mit BP Plc mehr abzuschließen, deren Laufzeit über Juni 2011 hinausgeht. Bei der Begründung gibt sich die Bank verschlossen.
Die Ölkatastrophe hat weitreichende Folgen.

Die Ölkatastrophe hat weitreichende Folgen.
(Foto: REUTERS)

Für den Ölkonzern BP könnte es in Zukunft deutlich weniger Ölverträge mit der Bank of America Merrill Lynch geben. So sollen keine Verträge mehr abgeschlossen werden, deren Laufzeit über Juni 2011 hinausgeht. Die Anweisung, auf Distanz zu BP zu gehen, sei am Montag von einem ranghohen Manager ausgegeben worden, verlautete aus Marktkreisen, die mit der Anweisung vertraut sind. Ein Grund dafür sei nicht genannt worden. Ein Sprecher der Bank of Amerika lehnte eine Erklärung dazu ab. Bei BP hieß es, das Unternehmen äußere sich nicht zu Marktgerüchten.

Die zeitliche Begrenzung von Handelsverträgen ist eine Möglichkeit für die Bank, sich vor dem Risiko zu schützen, dass ein Geschäftspartner seinen langfristigen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann.

Auf den Ölkonzern kommen riesige Schadenersatzforderungen und Strafzahlungen wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zu. Seit dem Untergang einer Bohrplattform im April sprudeln aus dem defekten Bohrloch große Mengen Öl unkontrolliert ins Meer. Experten schätzen, dass es täglich bis zu 6,4 Mio. Liter sein könnten.

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Unmut in der US-Bevölkerung wächst
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rts

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