Wirtschaft
Fast fünf Dollar für knapp 3,8 Liter: Steigende Spritpreise sorgen in der Bevölkerung mit lokalen Spitzen (wie hier Anfang Oktober in Kalifornien) für Unruhe.
Fast fünf Dollar für knapp 3,8 Liter: Steigende Spritpreise sorgen in der Bevölkerung mit lokalen Spitzen (wie hier Anfang Oktober in Kalifornien) für Unruhe.(Foto: REUTERS)

Peinliche Panne bei Verbrauchsdaten: Kia und Hyundai schlucken mehr

Es sind ein paar kleingedruckte Zahlen, doch für Kia und Hyundai haben sie schwere Folgen: Fehlerhafte Angaben zum Spritverbrauch bringen die südkoreanischen Autobauer in den USA schwer in Bedrängnis. Unter dem Druck einer mächtigen Behörde bieten sie fast einer Millionen Kunden Entschädigungen an.

Abweichungen beim Spritverbrauch bei einer Reihe von Fahrzeugen für den US-Markt drohen den Ruf des südkoreanischen Autobaus in den Vereinigten Staaten schweren Schaden zuzufügen.

Bei Tests zum Kraftstoffbedarf verschiedener Pkw-Modelle fand die US-Umweltbehörde EPA heraus, dass einzelne Wagen von Kia und Hyundai bis zu 1,5 Liter auf 100 Kilometer mehr schlucken als angegeben.

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Besonders pikant: Die beiden südkoreanischen Hersteller hatten sich in den USA gerühmt, besonders sparsame Fahrzeuge zu bauen. und gehören beide zur Hyundai Kia Automotive Group. Der Automobilkonzern entschuldigte sich bei allen Kunden und versprach den betroffenen Käufern eine Entschädigung für den Mehrverbrauch.

"Ich bedauere sehr, dass diese Fehler passiert sind", erklärte Entwicklungschef W. C. Yang. Grund waren demnach falsche Abläufe in einem von Kia und Hyundai gemeinsam genutzten Testzentrum in Korea.

Kostspielige Angelegenheit

Die EPA-Experten hatten nach Kundenbeschwerden in eigenen Tests nachgeprüft, ob der angegebene Verbrauch stimmt. Die Behörde äußerte sich jedoch nicht dazu, ob Kia und Hyundai eine Strafe zu erwarten haben.

Schon die Entschädigung wird teuer: Bei jedem dritten in den USA verkauften Wagen aus den Modelljahren 2011 bis 2013 stimmt der angegebene Verbrauch nicht. US-Zeitungsberichten zufolge soll es sich um insgesamt rund 900.000 betroffene Pkw handeln.

Quelle: n-tv.de

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