Wirtschaft
Die Bankenkrise wurde durch Kokain ausgelöst, behauptet David Nutt.
Die Bankenkrise wurde durch Kokain ausgelöst, behauptet David Nutt.(Foto: picture alliance / dpa)

Drogenexperte ist sich sicher : Koks löste Banken-Beben aus

Die einen sehen Gier als Grund für die Finanzkrise, die anderen mangelnde Regulierung. Wieder andere geben beidem die Schuld. Großbritanniens führender Drogenexperte kommt in der Ursachenforschung zu einem anderen Schluss.

Für die Krise, die mit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers das Finanzsystem vor einigen Jahren erschütterte und an den Rand des Zusammenbruchs brachte, gibt es nach Ansicht des britischen Drogenexperten David Nutt vor allem einen Grund: den Konsum von Kokain durch Banker. Zu viele von denen, die diese Droge genommen hätten, seien dadurch zu zuversichtlich gewesen und wären deshalb zu große Risiken eingegangen.

Der Pharmakologe gilt als führender britischer Drogenexperte. Er leitete den Sachverständigenrat der britischen Regierung, wurde 2009 angesichts seiner Kritik an deren Drogenpolitik aber entlassen. Nutt hatte zuvor die von der Regierung festgelegte Einteilung von Drogen nach Gefährlichkeit als Unsinn bezeichnet und in diesem Zusammenhang betont, gemessen an der Zahl der Todesfälle sei Ecstasy nicht schlimmer als Reiten. Dagegen würden die Folgen von Tabak und Alkohol ignoriert.

Kokain passe perfekt in die Kultur der Banker, die von Überschwang, Getriebensein und einem "mehr und mehr und mehr" geprägt sei, sagte Nutt dem britischen "Telegraph". "Banker konsumieren Kokain und haben uns in diese fürchterlichen Schwierigkeiten gebracht." Diese Droge des "mehr" sei nicht nur für die Finanzkrise verantwortlich, sondern auch für den Zusammenbruch der Barings Bank. Die britische Investmentbank war 1995 nach unerlaubten Spekulationen kollabiert.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen