Wirtschaft
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Mehr Zuwachs als im Vorjahr: Konsum rettet letztes Quartal 2015

Der Staat hat Ende 2015 noch einmal kräftig Geld ausgegeben, die staatlichen Konsumausgaben sorgen für ein Plus beim BIP. Der Außenhandel drückt diese Bilanz zwar. Es bleibt aber ein Plus. Statistiker bescheinigen dem Land ein solides Wachstum.

Die deutsche Wirtschaft hat in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres moderat zugelegt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im Vergleich zum dritten Quartal um 0,3 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Es bestätigte damit vorläufige Zahlen von Mitte Februar.

Für Wachstum sorgten demnach unter anderem höhere staatliche Konsumausgaben, die um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal zulegten. Die privaten Konsumausgaben stiegen um 0,2 Prozent, die Investitionen legten um 0,8 Prozent zu.

Die Exporte hingegen gingen im vierten Quartal um 1,7 Prozent zurück. Zwar nahmen auch die Warenimporte ab, aber mit 0,6 Prozent fiel das Minus hier weniger stark aus. Insgesamt drückte laut Statistischem Bundesamt der Außenhandel die BIP-Entwicklung um 0,5 Prozentpunkte.

Im Vergleich zum vierten Quartal 2014 legte das BIP in den letzten drei Monaten 2015 um 2,1 Prozent zu. Ein Grund dafür sei allerdings gewesen, dass es von Oktober bis Dezember 2015 zwei Arbeitstage mehr gab als 2014. Kalenderbereinigt ergebe sich eine Zunahme von 1,3 Prozent.

Insgesamt sei die konjunkturelle Lage im vergangenen Jahr "durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum" gekennzeichnet gewesen, resümieren die Statistiker. 2015 legte die deutsche Wirtschaft um insgesamt 1,7 Prozent zu; kalenderbereinigt waren es 1,4 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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