Wirtschaft
Die Geschäfte laufen bei Stada, die Anleger schauen aber mit sorgenvollen Blicken in die Ukraine.
Die Geschäfte laufen bei Stada, die Anleger schauen aber mit sorgenvollen Blicken in die Ukraine.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Trotz deutlicher Gewinnsteigerung: Krim-Krise torpediert Stada-Kurs

Die vorläufigen Jahreszahlen von Stada können sich sehen lassen. Eine deutlich erhöhte Dividende und der Ausblick runden das positive Bild ab. Die Anleger schicken den Kurs dennoch abwärts. Der Grund liegt in der Ukraine.

Unsicherheiten um das wichtige Russlandgeschäft im Zusammenhang mit der Krim-Krise haben zu Wochenbeginn die Titel des Arzneimittelherstellers Stada unter Druck gesetzt. Die Papiere verloren im Nebenwerteindex MDax mehr als 7 Prozent. Immerhin generiere das Unternehmen etwa ein Fünftel seiner Umsätze in Russland, betonte ein Frankfurter Aktienhändler.

Nach eigenen Angaben spürt Stada durch den Konflikt in der Ukraine bislang keine negativen Folgen für sein Geschäft. "Wir sehen durch die Spannungen in der Ukraine bisher keine Belastung der Geschäftsaktivitäten", sagte ein Unternehmenssprecher. Der Konzern, der unter anderem durch Produkte wie Ladival-Sonnencreme und Grippostad bekannt ist, setzte in der Ukraine in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres 25,3 Millionen Euro um. Das Geschäft hatte damit einen Anteil von rund zwei Prozent am Konzernumsatz.

Deutliche Gewinnsteigerung 2013

Im Gesamtjahr 2013 hat der Arzneimittelhersteller seinen Umsatz um 10 Prozent auf 2,01 Milliarden Euro gesteigert, hieß es in einer Pflichtmitteilung. Stada übertraf damit erstmals die 2-Milliarden-Euro-Marke. Der Konzerngewinn sei nach vorläufigen Zahlen um 40 Prozent auf 121,4 Millionen Euro geklettert. Um Einmaleffekte bereinigt ergebe sich ein Plus von 9 Prozent auf 160,6 Millionen Euro. Der Vorstand hat auf dieser Grundlage eine um 32 Prozent gesteigerte Dividende von 66 Cent pro Aktie vorgeschlagen. Die Hauptversammlung entscheidet darüber am 4. Juni. Die endgültigen Jahreszahlen werden am 27. März veröffentlicht.

Für das laufende Jahr bestätigte das Unternehmen seine Prognose und peilt einen bereinigten Konzerngewinn von 215 Millionen Euro an. Der Umsatz soll 2,15 Milliarden Euro erreichen.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen