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Das Hochhaus soll an der 5. Avenue unweit des "Trump Towers" entstehen.
Das Hochhaus soll an der 5. Avenue unweit des "Trump Towers" entstehen.(Foto: REUTERS)

"Dildo des Teufels": Kushner-Hochhaus sorgt für Erregung

In New York will die Familie von Trumps Schwiegersohn einen mehr als 400 Meter hohen Wolkenkratzer bauen. Das Projekt sorgt für eine gehörige Portion Spott.

Die Familie von Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner will in New York einen Wolkenkratzer errichten - und sorgt damit für jede Menge Gesprächsstoff. Das liegt laut dem "Wall Street Journal" daran, dass Kushner einer der engsten Berater des US-Präsidenten ist. Deshalb werden der Familie potenzielle Interessenskonflikte vorgeworfen, auch wenn Kushner seine Anteile an diesem und anderen Immobilienprojekten verkauft hat.

Doch nicht nur mögliche Interessenskonflikte, auch das Design sorgt für Diskussionen: Einige US-Amerikaner sind der Meinung, dass der Wolkenkratzer unverkennbar zu phallisch sei.

"Kushners neuer Wolkenkratzer ist hundertprozentig ein riesiger Glas-Dildo", lautet einer der vielen Kommentare auf Twitter. "Subtil ist das nicht gerade", lautet ein anderer. "Freud hätte eine Fallstudie in etwa einer halben Sekunde fertiggestellt." Und ein weiterer: "Angesichts des Designs und der Hausnummer sollte ich ihn Dildo des Teufels nennen."

Das Gebäude soll in Manhattan an der berühmten Fifth Avenue entstehen - mit der Hausnummer 666. Im Okkultismus wird diese Zahl mit dem Antichristen in Verbindung gebracht.

Das Volumen des Projekts wird auf rund 7,5 Milliarden Dollar geschätzt. Entworfen wurde der Wolkenkratzer von der mittlerweile verstorbenen Architektin Zaha Hadid. Um das Gebäude zu errichten, soll ein bestehendes Hochhaus bis auf das Stahlgerüst abgetragen werden. Darauf soll dann ein neuer Wolkenkratzer errichtet werden, der 40 Etagen höher ist als der bisherige und insgesamt rund 426 Meter misst.

An dem Projekt möchte sich die chinesische Unternehmensgruppe Anbang beteiligen. Die Inhaberverhältnisse sind unklar. "Bloomberg" zufolge hat die Gruppe "unklare Verbindungen zum chinesischen Machtgefüge". Der Deal sei ungewöhnlich vorteilhaft für die Kushners, so die Finanznachrichtenagentur. Demnach müsse Kushner Companies unter anderem lediglich 50 Millionen Dollar von einem 250-Millionen-Dollar-Darlehen zurückzahlen.

Frühere Investitionen der Unternehmensgruppe in den USA hätten "Fragen zur nationalen Sicherheit" aufgeworfen, hieß es weiter. Im Ausland bekannt wurde Anbang etwa durch den Erwerb des berühmten Waldorf Astoria Hotels in New York.

Quelle: n-tv.de

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