Wirtschaft

Rückzug aus der Stiftung: Löscher gibt letztes Siemens-Amt ab

Peter Löschers Abgang als Chef beim Siemens-Konzern war eine der spektakulärsten Personalien des vergangenen Jahres. Jetzt kehrt der glücklose Vorstandschef dem Konzern gänzlich den Rücken.

Peter Löscher
Peter Löscher(Foto: picture alliance / dpa)

Der frühere Siemens-Chef Peter Löscher scheidet einem Zeitungsbericht zufolge auch aus der Siemens-Stiftung aus. Löscher habe den Vorstand der Stiftung darüber informiert, dass er als Präsident zurücktreten werde, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ).

Löscher war im Sommer 2013 nach tagelangen Ränkespielen als Konzern-Chef abgesetzt worden. Mit dem Rücktritt als Präsident des Stiftungsrat der gemeinnützigen Konzernstiftung, die 2008 ins Leben gerufen worden war, kehrt Löscher Siemens nun endgültig den Rücken.

Er habe sein Ausscheiden damit begründet, dass er in seinem neuen Job stark eingebunden sei, schreibt die "SZ". Löscher, der von 2007 bis zu seinem Abgang 2013 die Geschicke bei dem Münchener Technologiekonzern geleitet hat, ist seit März Chef der Beteiligungsgesellschaft Renova Management des Oligarchen Viktor Vekselberg mit Sitz in Zürich. Bei Siemens war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Wie in der Satzung vorgesehen sei, beabsichtige Löscher, noch drei Monate an der Spitze des Gremiums zu bleiben, schreibt das Blatt weiter. Sollte sich jedoch rascher ein Nachfolger finden lassen, sei er bereit, auch vorher zu gehen. Wer als Löschers Nachfolger in den Stiftungsrat einzieht, bestimmt der Siemens-Vorstand.

Nach zwei Gewinnwarnungen und einem Machtkampf hatte Löscher seinen Posten als Vorstandschef Ende Juli vergangenen Jahres geräumt. Sein Vertrag wäre eigentlich noch bis 2017 gelaufen. Seither führt Joe Kaeser Deutschlands größten Elektrokonzern.

Quelle: n-tv.de

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