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"Das Ziel ist, dass die Maschinen am Mittwochmorgen am richtigen Ort positioniert sind": Blick ins Cockpit einer A380 der Deutschen Lufthansa.
"Das Ziel ist, dass die Maschinen am Mittwochmorgen am richtigen Ort positioniert sind": Blick ins Cockpit einer A380 der Deutschen Lufthansa.(Foto: picture alliance / dpa)

Streik-Vorbereitungen am Himmel: Lufthansa streicht mehr als tausend Flüge

Im deutschen Flugverkehr erwartet Reisende das nächste große Streikchaos. Zu Wochenbeginn fallen bei der Lufthansa reihenweise Verbindungen aus. Am Ersatzflugplan wird gearbeitet. Sicher ist bislang nur: Auf der Langstrecke sollen die Maschinen fliegen.

Die Deutsche Lufthansa hat wegen des Streiks der Piloten mehrere hundert Flüge gestrichen. Betroffen sind nach Konzernabgaben sowohl Inlands- als auch Auslandsflüge. Ab Dienstagnacht werden zusätzlich auch Langstrecken- und Frachtflüge von erweiterten Streikmaßnahmen beeinträchtigt.

Die für Montag geplanten Langstreckenflüge will die Lufthansa jedoch trotz des anstehenden Pilotenstreiks wie vorgesehen durchführen. "Das Ziel ist, dass die Maschinen am Mittwochmorgen am richtigen Ort positioniert sind und wir den Langstreckenverkehr nach Streikende möglichst rasch hochfahren können", teilte ein Lufthansa-Sprecher mit.

Streikbeginn um 12.00 Uhr

Zunächst jedoch fallen im innerdeutschen und europäischen Verkehr zahlreiche Flüge aus. Die für Sonntagabend angekündigte Veröffentlichung eines Sonderflugplans verzögerte sich. Weitere Angaben zu den Auswirkungen des Streiks werde es erst am Montag um 7.00 Uhr geben, sagte der Sprecher.

Die Pilotenvereinigung Cockpit, die seit Monaten mit dem Unternehmen über Gehälter und Ruhestandsregelungen streitet, hatte am Wochenende einen 36-stündigen deutschlandweiten Ausstand angekündigt. Der neuerliche Pilotenstreik beginnt demnach am Montag, 12.00 Uhr.

Die Flugzeugführer wollen zunächst Mittel- und Kurzstreckenflüge bestreiken und anschließend ihre Streikmaßnahmen ab Dienstagfrüh (3.00 Uhr) auch auf Langstreckenverbindungen und Frachtflüge ausweiten.

36 Stunden Ausnahmezustand

Enden soll der Streik am Dienstagabend kurz vor Mitternacht um 23.59 Uhr. "Die Flüge der Fluggesellschaften Austrian Airlines, Brussels Airlines, Germanwings, Swiss und Air Dolomiti (...) sind nicht von dem Streik betroffen und werden flugplanmäßig durchgeführt", teilte die Lufthansa mit.

Mit dem Streikende in der Nacht auf Mittwoch stünden dann am Mittwochmorgen im Ausland genügend Lufthansa-Maschinen bereit, um den Langstreckenverkehr möglichst rasch wieder hochfahren zu können, hieß es bei der Lufthansa weiter. Weitere Details zu den Auswirkungen der Streiks will die Airline am Montagmorgen bekannt geben.

Flugreisende müssen sich zu Wochenbeginn auf erhebliche Behinderungen im deutschen Flugverkehr einstellen. Informationen über Lufthansa-Flugverbindung finden Reisende im Internetangebot der Fluggesellschaft unter "Flugstatus".

"Fluggäste, deren Flüge gestrichen wurden, können kostenfrei auf andere Flüge umbuchen", heißt es in den Streikinformationen der Lufthansa. "Sie können sich unter Meine Buchungen über den Status ihrer Buchung informieren. Dort finden Sie auch eventuell schon alternative Flüge und können für diese einchecken." Lufthansa-Passagiere, die bei einem Reiseveranstalter oder im Reisebüro gebucht haben, werden dagegen gebeten, "sich direkt an den Reiseveranstalter/das Reisebüro zu wenden, wo die Buchung getätigt wurde."

Quelle: n-tv.de

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