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Nach zwei Katastrophen: Malaysia Airlines streicht 6000 Jobs

MH17 und MH370 drohen zum wirtschaftlichen Desaster für Malaysia Airlines zu werden. Nun will die Fluglinie mit einem Sparprogramm langfristig wieder in die Gewinnzone kommen. Das wird rund ein Drittel der Belegschaft den Arbeitsplatz kosten.

Die durch zwei Flugzeugabstürze angeschlagene Malaysia Airlines soll mit einem Schrumpfkurs saniert werden. Die Zahl der Mitarbeiter werde von 20.000 auf 14.000 verringert, teilte Khazanah Nasional mit. Der malaysische Staatsfonds besitzt mehr als zwei Drittel der Anteile. Bis Ende des Jahres soll demnach das Unternehmen von der Börse genommen werden und innerhalb von drei Jahren wieder einen Gewinn schreiben.

Die Fluggesellschaft war nach den beiden Unglücken weiter in die roten Zahlen gerutscht. Bereits gestern hatte das Unternehmen einen Verlust von 307 Millionen Ringgit (73,9 Millionen Euro) im zweiten Quartal bekanntgegeben. Für das erste Halbjahr belief sich der Verlust damit insgesamt auf 180 Millionen Euro. Es dürfte noch schlimmer kommen, warnte Airline-Chef Ahmad Jauhari Yahya: "Die vollen finanziellen Folgen der beiden Katastrophen mit MH370 und MH17 erwarten wir in der zweiten Jahreshälfte."

Konkurrenz durch Billigfluglinien

Das Verschwinden des Flugzeuges MH370 habe zu einem Rückgang der Buchungen um knapp sieben Prozent geführt, hieß es vom Unternehmen. Nach dem Absturz der MH17 über der Ukraine seien die Buchungen dann um ein Drittel zurückgegangen.

Den Angaben zufolge kostet der nun geplante Konzernumbau umgerechnet sechs Milliarden Ringgit (1,44 Milliarden Euro). Die Airline, die etwa Flüge von Kuala Lumpur nach Frankfurt anbietet und im Rahmen der Allianz Oneworld mit British Airways oder Japan Airlines zusammenarbeitet, schreibt seit Jahren Verluste. Ein Grund dafür ist die zunehmende Konkurrenz durch Billigflieger wie Air Asia.

Quelle: n-tv.de

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