Wirtschaft

Paukenschlag, der Milliarden kostet: Microsoft im Smartphone-Krieg

Smartphones sind das bestimmende Thema des Mobile World Congress. Der Absatz boomt, bei den Plattformen teilen sich bisher aber Apple und Google den Markt. Microsoft versucht nun mit aller Macht, dieses Duopol zu sprengen. Der Softwareriese macht Milliarden locker und kauft sich ein "Trojanisches Pferd".

Microsoft greift nach Marktanteil bei den boomenden Smartphones.
Microsoft greift nach Marktanteil bei den boomenden Smartphones.(Foto: picture alliance / dpa)

Der Mobile World Congress hat bereits vor dem offiziellen Beginn seinen ersten Aufreger: Microsoft lässt sich die Gunst seines neuen Partners Nokia Milliarden kosten. Der Windows-Riese werde auf diese Weise Nokias Beitrag zu der Partnerschaft vergüten, sagte Nokia-Chef Stephen Elop auf dem Mobile World Congress in Barcelona. In Medienberichten war zuvor schon spekuliert worden, Microsoft und Rivale Google hätten sich einen regelrechten Bieterwettstreit geliefert, um den Handy-Weltmarktführer für sich zu gewinnen.

Während Nokia zum Auftakt des wichtigsten Treffs der Mobilfunk-Branche nur auf Bildern zeigen konnte, wie Nokia-Handys mit Windows-Betriebssystem möglicherweise aussehen werden, machten Rivalen Nägel mit Köpfen. Sony Ericsson präsentierte das seit langem erwartete "Playstation-Handy", Samsung die neue Version seines Flaggschiff-Modells Galaxy S.

Nokia rettet Microsoft

Nokia versuchte in Barcelona, die neue Smartphone-Strategie zu verteidigen. Der neue Chef Stephen Elop hatte angekündigt, künftig hauptsächlich auf Microsofts Plattform Windows Phone zu setzen. Die Aktie sackte daraufhin um 14 Prozent ab. Der Weltmarktführer hatte zuletzt deutlich an Boden verloren - gegen Android und das iPhone.

Elop rechtfertigte ausdrücklich die Ablehnung von Google als Partner. Hätte sich Nokia als weltgrößter Handy-Hersteller für die Android-Plattform entschieden, wäre die Folge ein "Duopol" aus Apple und Google auf dem Mobilfunk-Markt gewesen, sagte er. "Das hätte den ganzen Markt in Richtung Google gekippt." Elop, der im Herbst von Microsoft zu Nokia stieß, betonte, er sei kein "Trojanisches Pferd" des Windows-Riesen.

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Quelle: n-tv.de

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