Wirtschaft
Produktion spezieller Fahrräder für Briefzusteller in Sangerhausen.
Produktion spezieller Fahrräder für Briefzusteller in Sangerhausen.(Foto: dpa)

Vor der Umstrukturierung: Mifa macht Miese

Der Fahrradhersteller Mifa steht kurz vor der Übernahme durch den indischen Weltmarktführer Hero Cycles. Nun warten die Sangerhäuser noch einmal mit roten Zahlen auf. 2013 liegen diese im zweistelligen Millionenbereich.

Der in Schieflage geratene Fahrradhersteller Mifa hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 13,2 Millionen Euro verbucht. Dies teilte das Unternehmen mit, nachdem im Frühjahr Fehler in der Bilanzführung aufgetaucht waren. Für 2012 weist das Unternehmen jetzt einen Verlust von 9,9 Millionen Euro auf, zunächst war ein Verlust von rund einer Million Euro veröffentlicht worden. Auch für das laufende Jahr werde mit einem negativen Ergebnis und sinkenden Umsätzen gerechnet.

In den vergangenen Jahren hatte es Fehler in der Bewertung der Bestände im Bereich Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe gegeben. Die Vorlage von Geschäftszahlen für 2013 war deshalb verschoben worden. Der Umsatz lag nach den weiterhin vorläufigen Zahlen vergangenes Jahr bei 110,7 Millionen Euro, das sind 2,7 Prozent mehr als die berichtigten Zahlen vom Vorjahr nun ausweisen.

Das Unternehmen aus Sangerhausen steht vor einer massiven Umstrukturierung, bei der Anleihegläubiger als auch Aktionäre auf Ansprüche verzichten sollen. Darunter befindet sich auch der Großaktionär und AWD-Gründer Carsten Maschmeyer.

Künftig soll der indische Weltmarktführer Hero Cycles die Mehrheit am absatzstärksten deutschen Fahrradproduzenten übernehmen und frisches Geld investieren. Dafür müssen allerdings noch mehrere Gremien zustimmen. Das Unternehmen mit rund 800 Mitarbeitern ist eines der größten in der Region Sangerhausen (Sachsen-Anhalt).

Quelle: n-tv.de

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