Wirtschaft
Hochmoderne Fahrradproduktion: Im Mifa-Werk in Sangerhausen entstehen unter anderem auch E-Bikes am laufenden Band.
Hochmoderne Fahrradproduktion: Im Mifa-Werk in Sangerhausen entstehen unter anderem auch E-Bikes am laufenden Band.(Foto: picture alliance / dpa)

Hilfe aus eigenem Bundesland: Mifa steht vor der Rettung

Eine gute Nachricht für die Stadt Sangerhausen: Ein Unternehmer aus Sachsen-Anhalt will den insolventen Fahrradbauer Mifa übernehmen. Er erhält dabei Unterstützung von der Landesregierung in Magdeburg.

Der insolvente Fahrradhersteller Mifa ist offenbar gerettet. Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt bürgt für einen Kredit über die landeseigene Investitionsbank, was den Verkauf des Unternehmens ermöglicht. Regierungssprecher Matthias Schuppe bestätigte die Bürgschaft, über die zuvor die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet hatte. Dabei gehe es um eine niedrige zweistellige Millionensumme.

Nach Angaben von Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Hartmut Möllring will ein Unternehmer aus dem Bundesland Mifa übernehmen und alle 600 Arbeitsplätze erhalten. Der Investor stecke eigenes Geld in das Unternehmen.

Nach Angaben des Blattes hat die Zeit gedrängt. Wegen Geldmangels hätte den Beschäftigten in Sangerhausen noch vor Weihnachten der Jobverlust gedroht.

Deutschland größter Fahrradhersteller Mifa war nach dem gescheiterten Einstieg des indischen Unternehmens Hero in die Insolvenz gerutscht. Die Inder, nach Umsatz die Nummer eins in der Branche, wollten ursprünglich mindestens 15 Millionen Euro investieren und die Mehrheit übernehmen.

Der Fahrradproduzent hatte im Frühjahr über Fehler in der Bilanzführung informiert und einen Fehlbetrag von 13,2 Millionen Euro geschrieben. Das Unternehmen hatte für den hohen Jahresverlust ein neues Buchungssystem verantwortlich gemacht, welches das Vorratsvermögen falsch erfasst habe.

Quelle: n-tv.de

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