Wirtschaft
Wohl nur noch mit Smartphones können Handyhersteller künftig Geld verdienen.
Wohl nur noch mit Smartphones können Handyhersteller künftig Geld verdienen.(Foto: REUTERS)

Boom der Computer-Handys: Milliarden Smartphones bis 2018

Handys nur zum Telefonieren sind out. Smartphones verdrängen sie immer schneller vom Markt. In ein paar Jahren wird es zumindest in Europa und Amerika laut einer Studie nur noch Computerhandys geben. Zudem wird die Zahl der Mobilfunk-Anschlüsse die der auf der Erde lebenden Menschen übersteigen.

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Die Welt erlebt derzeit einen Smartphone-Boom - aber er wird einer neuen Studie zufolge noch in den Schatten gestellt werden. Bis Ende 2018 werde sich die Zahl der genutzten Smartphones weltweit auf 3,3 Milliarden verdreifachen, prognostizierte der weltgrößte Mobilfunk-Ausrüster Ericsson. In Westeuropa und Nordamerika dürften dann praktisch alle Mobiltelefone schon Computer-Handys sein - in Afrika, Asien und im Nahen Osten dagegen nur jedes Dritte.

Insgesamt werde es in sechs Jahren 9,3 Milliarden Mobilfunk-Anschlüsse geben, erwartet Ericsson. Jetzt seien es rund 6,6 Milliarden -  die Zahl tatsächlicher Nutzer sieht Ericsson allerdings nur bei 4,3 Milliarden, weil viele mehrere Geräte im Einsatz haben. Damit gäbe es dann mehr Anschlüsse als Menschen auf der Erde. Derzeit leben auf dem Globus etwas mehr als 7 Milliarden Menschen.

Smartphones in, Handys out

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Derzeit befinden sich die einfachen Mobiltelefone bereits weltweit auf dem Rückzug. Im vergangenen Quartal waren bereits knapp 40 Prozent der neu verkauften Mobiltelefone Smartphones, wie die Marktforschungsfirma Gartner mitteilte. Vor einem Jahr war es erst gut jedes vierte Handy gewesen.

Der Absatz der Computer-Telefone stieg demnach im Jahresvergleich um 46,9 Prozent auf 169,2 Millionen. Dennoch schrumpfte der gesamte Handy-Markt im dritten Quartal um 3,1 Prozent auf 427,73 Millionen verkaufte Geräte, weil immer mehr Nutzer keine gewöhnlichen Mobiltelefone mehr haben wollten. Das Google-Betriebssystem Android dominiert den Smartphone-Markt laut Gartner mit 72,4 Prozent. Die Kollegen vom Marktforscher IDC errechneten zuletzt sogar einen Marktanteil von 75 Prozent.

Samsung an der Spitze

Samsung zementierte dabei die Position an der Spitze der Branche. Beim gesamten Handy-Absatz hält Samsung inzwischen einen Marktanteil von 22,9 Prozent, vor dem einstigen Weltmarktführer Nokia mit 19,2 Prozent. Allerdings klafft zwischen den beiden Unternehmen eine riesige Lücke, wenn es um die lukrativen und zukunftsträchtigen Smartphones geht.

Samsung setzte laut Gartner rund 55 Millionen Computerhandys ab - damit kam knapp jedes dritte weltweit verkaufte Smartphone von den Südkoreanern. Nokia - das vor iPhone und Android den damals noch kleinen Markt einst mit Zwei-Drittel-Mehrheit dominierte - verkaufte nur noch 7,2 Millionen Smartphones, was nur für den siebten Platz in diesem Geschäft reichte. Mehr als die Hälfte davon entfiel auf das alternde Betriebssystem Symbian, das schnell aus dem Markt verschwindet. Nokia hofft jetzt auf die neuen Lumia-Smartphones mit dem gerade erst erschienenen Microsoft-System Windows Phone 8.  

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Quelle: n-tv.de

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