Wirtschaft
Beats-Kopfhörer sind auch bei Prominenten wie Schauspieler Tyron Ricketts begehrt.
Beats-Kopfhörer sind auch bei Prominenten wie Schauspieler Tyron Ricketts begehrt.(Foto: picture alliance / dpa)

Da ist Musik drin: Apple greift nach Beats Electronics

Die Kopfhörer mit dem "b" haben es Apple offenbar angetan. Der iPhone-Produzent will für Beats Electronics Insidern zufolge mehr als 3 Milliarden Dollar hinblättern. Für den Deal spricht einiges. Das Geschäft ist aber noch nicht in trockenen Tüchern.

Apple will offenbar eine Mega-Übernahme stemmen. Der iPhone-Hersteller verhandelt Insidern zufolge über den Kauf des Musikspezialisten Beats Electronics. Apple wolle dafür 3,2 Milliarden Dollar auf den Tisch legen, heißt es. Das vom Hip-Hop-Star Dr. Dre mit gegründete Unternehmen ist für seine Kopfhörer mit dem markanten roten "b" bekannt. Interessant  für Apple: Beats hat unlängst auch einen Streaming-Dienst für Musik gestartet.

Wie die "Financial Times" unter Berufung auf Verhandlungskreise schreibt, könnte die Übernahme bereits kommende Woche verkündet werden. Einschränkend hieß es allerdings, die Gespräche könnten auch noch scheitern. Kurz nach der "FT" berichteten auch das "Wall Street Journal" und die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg über die Verhandlungen. Apple und Beats selbst äußerten sich nicht dazu.

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Erst im September vergangenen Jahres hatte sich der taiwanesische Smartphone-Hersteller HTC komplett bei Beats zurückgezogen. HTC hatte im Jahr 2011 für rund 300 Millionen Dollar die Mehrheit gekauft und seine Geräte mit Beats-Technik ausgeliefert. Doch die Hoffnung auf einen Verkaufserfolg insbesondere bei jüngeren Nutzern erfüllte sich nicht. Den Platz von HTC übernahm damals der Finanzinvestor Carlyle. Im September 2013 erhielt Beats 500 Millionen Dollar von Carlyle. Diese Investition bewertete das Unternehmen mit mehr als einer Milliarde Dollar.

Für den iPhone-Hersteller wäre es der größte Zukauf in seiner Unternehmensgeschichte. Der kalifornische Elektronikkonzern hat seit mindestens einer Dekade keine Übernahme mit einem Volumen von einer Milliarde Dollar getätigt.

Apple's Interesse am Musikgeschäft

Apple käme mit dem Deal auch auf einen Schlag ins Geschäft mit Abo-Diensten, bei denen man für einen monatlichen Festbetrag auf Millionen Songs zugreifen kann. In Branchenkreisen wird seit längerem darüber gesprochen, dass Apple sein iTunes-Angebot mit einem Musik-Streaming-Dienst ergänzen will. iTunes bietet bereits eine Vielzahl von Musiktiteln zum Kauf an. Mit dem iPod-Player und der iTunes-Plattform hat Apple Musik-Downloads zu einem Riesen-Geschäft gemacht, bisher aber auf einen Abo-Dienst verzichtet. Als treibende Kraft in diesem Bereich gilt die schwedische Firma Spotify.

Die Musikindustrie kämpft seit Jahren mit sinkenden Einnahmen aus dem Verkauf von CDs. Angesichts des Booms bei Smartphones und Tablets erwärmen sich viele Unternehmen dafür, mit den Gebühren für Musik-Streaming-Dienste Geld zu verdienen. Dabei kauft der Hörer die Musik nicht, kann sie jedoch online immer wieder abrufen. Es gibt Gerüchte, dass auch Google und Amazon in diesem Bereich Fuß fassen wollen.

Quelle: n-tv.de

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