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Firmen sehen Aufschwung: Mittelstand will mehr Jobs schaffen

Die kleinen und mittleren Unternehmen sind mit ihrer Lage zufrieden und ausgesprochen optimistisch für das kommende Jahr. Nur eine "allergrößte Sorge" treibt die Mittelständler um.

Der deutsche Mittelstand will im Jahr 2016 laut einer Umfrage deutlich mehr investieren und zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Von den Klein- und Mittelbetrieben schätzten 94 Prozent ihre momentane Geschäftslage als befriedigend oder besser ein, rund 62 Prozent rechneten mit einem anhaltenden Aufschwung in Deutschland, heißt es in der "Unternehmerumfrage Mittelstand 2016" des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW).

Rund 34 Prozent der Unternehmen wollen demnach mehr investieren als in den vergangenen zwölf Monaten. Das ist mehr als bei der entsprechenden Umfrage des vergangenen Jahres, als 29 Prozent für 2015 mehr Investitionen angekündigt hatten.

"Der Mittelstand ist auch 2016 Garant für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland", sagte BVMW-Präsident Mario Ohoven bei einer Pressekonferenz in Berlin. "Die Unternehmer gehen mit Optimismus in das neue Jahr, trotz einer weltwirtschaftlich schwierigen Lage. Die Bundesregierung müsse aber angesichts eines Investitionsstaus von 100 Milliarden Euro "jetzt Investitionen fördern", verlangte Ohoven.

Zusätzliche Mitarbeiter wollen nach der Erhebung rund 39 Prozent der Betriebe einstellen, nach 36 Prozent bei der Vorumfrage. Ohoven betonte, der Fachkräftemangel bereite den Unternehmen nach wie vor "allergrößte Sorgen". Über 87 Prozent der Mittelständler hätten Schwierigkeiten, offene Positionen zu besetzen. Dass die nach Deutschland strömenden Flüchtlinge zur Lösung dieses Problems beitrügen, hielten laut der repräsentativen Unternehmerumfrage aber fast 70 Prozent für "unwahrscheinlich bis ausgeschlossen".

Quelle: n-tv.de

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