Nach Aufspaltung von News CorpMurdochs Verlagsgeschäfte laufen nicht

Hat Medienmogul Murdoch die richtige Entscheidung getroffen, seine Zeitungen von seinen Fernsehsendern zu trennen? Die Zahlen von "new" News Corp sehen trübe aus. Das kann man positiv und negativ sehen.
Rückläufige Anzeigeneinnahmen belasten das Verlagsgeschäft von US-Medienmogul Rupert Murdoch. Vor allem in Australien sei im ersten Geschäftsquartal weniger Geld durch Zeitungswerbung hereingekommen, berichtete News Corp. Zugleich schrumpften angesichts sinkender Auflagen auch die Abo-Einnahmen von Juli bis September, wenngleich nicht ganz so stark. Die Aktie fiel nachbörslich in New York, in Europa gab der Kurs ebenfalls nach.
Insgesamt sank der Konzernumsatz um 3 Prozent auf 2,07 Milliarden Dollar (1,6 Milliarden Euro). Ohne die Einbeziehung der australischen Fox-Sportsender in die Geschäftszahlen des Unternehmens wäre der Rückgang noch weit stärker ausgefallen. Die Sparte gehörte im Vorjahreszeitraum noch nicht dazu. Dank Einsparungen kam News Corp aber aus den roten Zahlen. Statt eines Verlusts von 92 Millionen Dollar gab es 27 Millionen Dollar Gewinn.
"New" News Corp
Murdoch hatte sein Medienimperium zur Jahresmitte aufgespalten, in den Verlagszweig News Corp und in das größere Film- und Fernsehgeschäft unter dem Namen 21st Century Fox (mit Ausnahme von Fox Sports Australia). Der Medienmogul ist bei beiden Firmen Hauptaktionär. Die Geschäfte bei der News Corp führt allerdings Robert Thomson. Zu dem Unternehmen gehören unter anderem das "Wall Street Journal", die britischen Zeitungen "Sun" und "Times" sowie der Buchverlag "Harper Collins".
Die Aufspaltung kam vor dem Hintergrund eines immer schleppender laufenden Zeitungsgeschäfts zustande. Zudem hatte der Abhörskandal bei der inzwischen eingestellten britischen Sonntagszeitung "News of the World" das Medienimperium erschüttert. der Film- und Fernsehzweig mit den Fox-Sendern und dem Hollywood-Studio 20th Century Fox wuchs zuletzt, nicht zuletzt dank des Bezahlsenders Sky Deutschland, an dem Murdoch mittlerweile die Mehrheit hält.