Wirtschaft
Die Zahlen ließen die Netflix-Aktie in die Höhe springen.
Die Zahlen ließen die Netflix-Aktie in die Höhe springen.(Foto: picture alliance / dpa)

Umsatz um 23 Prozent gesteigert: Netflix wächst rasant

Angefangen hat Netflix als DVD-Versand, inzwischen ist er zu einem Streaming-Giganten aufgestiegen, der Videos in 190 Staaten sendet. Im vergangenen Jahr gewinnt der Dienst über fünf Millionen neue Kunden, die Zahlen des Unternehmens sind eindrucksvoll.

Der US-Streamingdienst Netflix hat das vergangene Jahr mit einem zweistelligen Millionengewinn abgeschlossen und seine Abonnenten auf mehr als 75 Millionen weltweit gesteigert. Im letzten Quartal 2015 habe Netflix 43 Millionen Dollar (39,5 Millionen Euro) Gewinn erwirtschaftet, teilte das kalifornische Unternehmen am in einem Brief an seine Aktionäre mit. Der Konzernumsatz schoss um fast 23 Prozent in die Höhe auf 1,82 Milliarden Dollar. Analysten hatten hier im Schnitt etwas mehr erwartet.

Die Mitgliedszahl der Nutzer sei in dem Zeitraum um 5,59 Millionen gewachsen und habe damit die 75 Millionen-Marke überschritten. Für das erste Quartal dieses Jahres rechnet Netflix mit weiteren 6,1 Millionen Neu-Mitgliedern. Der Aktienkurs des Streamingdienstes stieg nach Veröffentlichung der Unternehmenszahlen um sechs Prozent auf 115,20 Dollar pro Aktie.

Zulassung für China fehlt

Vor zwei Wochen hatte Netflix mitgeteilt, dass es mittlerweile in 190 Ländern aktiv ist, darunter das große Schwellenland Indien. In China verfügt das US-Unternehmen allerdings noch nicht über die notwendige Genehmigung der kommunistischen Regierung.

Netflix-Chef Reed Hastings erklärte dazu nun, bis zu einer Zulassung in der Volksrepublik könnten noch Jahre vergehen. "Wir haben einen sehr langfristigen Blick und das könnte viele Jahre Diskussionen bedeuten", sagte Hastings in einer Internetkonferenz mit Analysten. "Wir werden uns Zeit nehmen."

Netflix war Ende der 1990er-Jahre als DVD-Versand in den USA gestartet, 2007 begann das Unternehmen mit seinem Streamingdienst. In den vergangenen Jahren produzierte Netflix auch zunehmend eigene Inhalte wie die Politserie "House of Cards". Nach 450 Stunden im vergangenen Jahr will Netflix dieses Jahr mehr als 600 Stunden selbst produzierte Sendungen zeigen.

Quelle: n-tv.de

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