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Mehdorn soll gehen: Neuer Chef für Berliner Flughafen gesucht

Hartmut Mehdorn hat keine Zukunft mehr beim Großprojekt Berliner Flughafen BER. Die Länder Berlin und Brandenburg suchen offenbar nach einem Nachfolger. Auch der Posten als Aufsichtsratschef muss neu besetzt werden. Es gibt zwei Favoriten.

Hartmut Mehdorn wird laut einem Zeitungsbericht bald nicht mehr als Geschäftsführer des Berliner Großflughafens BER tätig sein. Die Länder Berlin und Brandenburg seien auf der Suche nach einem Nachfolger für den umstrittenen Manager, meldet das "Handelsblatt". Die beiden Gesellschafter hätten bereits einen Personalvermittler eingeschaltet. Als mögliche Kandidaten gelten demnach der Chef des Flughafens Köln/Bonn, Michael Garvens, sowie der Münchener Flughafenmanager Thomas Weyer.

Zu dem Bericht sagte Regierungssprecher Thomas Braune: "Dass einer der beiden Herren im Gespräch ist, Herrn Mehdorn nachzufolgen, ist Quatsch." Er verwies darauf, dass Mehdorn einen Vertrag bis 2016 habe. Zur Frage, ob überhaupt schon nach einem Mehdorn-Nachfolger gesucht werde, wollte sich der Regierungssprecher mit Blick auf die beiden anderen Gesellschafter - Bund und Land Berlin - nicht äußern.

Das Verhältnis zwischen Mehdorn und den Gesellschaftern aus Bund und Ländern ist offenbar tief zerrüttet. Medien hatten bereits am Sonntag berichtet, dass die Gesellschafter Mehdorns Vertrag nicht mehr verlängern wollen.

Der BER-Aufsichtsrat trifft sich das nächste Mal am kommenden Freitag. Vorsitzender des Gremiums soll nach Informationen der "Berliner Morgenpost" der Ex-Daimler- und Rolls-Royce-Manager Axel Arendt werden. Der frühere Finanzvorstand der Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS ist bereits als Repräsentant des BER tätig. Den Posten des Aufsichtsratschefs hat derzeit der scheidende Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, inne. Die Länder Berlin und Brandenburg hatten bereits angekündigt, die Zusammensetzung des Aufsichtsrats zu verändern. Laut "B.Z." wollen Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Finanzminister Christian Görke die Personalie am morgigen Dienstag im Kabinett präsentieren.

Der BER befindet sich seit 2006 im Bau, seine Fertigstellung hat sich wegen einer Serie von Bau- und Planungsfehlern aber bereits um Jahre verschoben. Gleichzeitig erhöhten sich die Kosten für den Problembau deutlich.

Quelle: n-tv.de

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