Wirtschaft
Raue Zeiten weiterhin in Griechenland, darauf deuten die jüngsten Arbeitslosenzahlen hin.
Raue Zeiten weiterhin in Griechenland, darauf deuten die jüngsten Arbeitslosenzahlen hin.(Foto: picture alliance / dpa)

Wirtschaftlicher Aufschwung?: Nie waren mehr Griechen arbeitslos

Griechenlands Weg zurück in die Normalität ist noch weit: Vom Arbeitsmarkt kommen zwei Schreckensnachrichten. Die problematischere: 61,4 Prozent der unter 25-Jährigen sind ohne Job.

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Während die griechische Regierung Reformerfolge anpreist und feiert, sprechen die nackten Daten zur Lage am Arbeitsmarkt eine ganz andere Sprache. Nach neuesten Daten stieg die Arbeitslosenquote im November 2013 auf 28,0 Prozent - so hoch wie noch nie seit Beginn der Statistik, wie die entsprechende Behörde mitteilte. Im Oktober hatte die Quote 27,7 Prozent betragen.

Bei der Vorlage offizieller Daten hinkt die griechische Statistikbehörde den amtlichen Meldungen aus dem Rest der Eurozone regelmäßig hinterher. Während für den Rest der Währungsgemeinschaft bereits vergleichbare Zahlen zum Dezember vorliegen, kann Athen mit den nachgemeldeten Zahlen gerade erst einmal die Entwicklungen im Herbst abbilden.

Talsohle noch nicht erreicht

Zwar hat die griechische Wirtschaft, die seit Jahren in einer tiefen Krise steckt, in jüngster Zeit erste Zeichen für eine Trendumkehr geliefert, doch auf die zarten Ansätze einer konjunkturellen Belebung reagiert der griechische Arbeitsmarkt, wenn überhaupt, dann offenbar nur mit einiger Verzögerung.

Die saisonbereinigten Daten wiesen eine Gesamtzahl von 1,3 Millionen Menschen aus, die im Herbst auf Arbeitssuche waren. Nach sechs Jahren der Rezession rechnen Experten damit, dass der Abwärtstrend zum Jahresende 2013 nachgelassen haben dürfte.

Auch die Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen hat im November weiter zugenommen. Den Daten zufolge waren 61,4 Prozent der unter 25-Jährigen, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, ohne Beschäftigung. Zuvor waren es 61,0 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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