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Vor allem in Nordamerika und Westeuropa ist Nike im Aufwind.
Vor allem in Nordamerika und Westeuropa ist Nike im Aufwind.(Foto: REUTERS)

Bestellungen ziehen an: Nike überrascht mit starkem Wachstum

Mit seinen Premium-Produkten scheint Nike derzeit vieles richtig zu machen: Im dritten Geschäftsquartal fiel die Nachfrage -insbesondere nach teurer Ware - überraschend hoch aus. Die AKtionäre freut's.

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Nike spürt bereits die Vorfreude der Fußball-Fans auf die  Weltmeisterschaft in Brasilien. Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Februar stieg der Umsatz überraschend kräftig um rund 13 Prozent auf 6,97 Milliarden Dollar, wie der Adidas-Rivale mitteilte. Trotz ungünstiger Wechselkurse wies der Sportartikelhersteller ein solides Wachstum auf und übertraf die Erwartungen, auch wenn das Nettoergebnis wegen eines Sondereffekts spürbar zurückging.

Im Zeitraum von Dezember bis Februar verdiente die Nike Inc 685 Millionen US-Dollar, gut 20 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Allerdings hat das Unternehmen vor Jahresfrist einen Einmalgewinn von 231 Millionen Dollar aus dem Verkauf der Tochter Cole Haan verbucht. Bereinigt um diesen Einfluss kletterte das Ergebnis je Aktie um 5 Proz ent auf 0,78 Dollar. Analysten hatten lediglich mit 0,72 Dollar gerechnet. Der Umsatz legte um 13 Prozent auf knapp 7 Milliarden Dollar zu. Die Aktie legte nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen im nachbörslichen Handel auf nasdaq.com um knapp 2 Prozent zu und erreichte ein neues Allzeithoch. Das Papier ist in den vergangenen zwölf Monaten um fast 50 Prozent geklettert.

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Die Nachfrage nach Nike-Produkten kam vor allem aus Nordamerika mit einem Plus von 12 Prozent und aus Westeuropa. Dort betrug das um Wechselkurseinflüsse bereinigte Wachstum 19 Prozent. In China ging es um 7 Prozent nach oben. In den Schwellenländern verzeichnete der Konzern ein Wachstum von 19 Prozent. Gefragt waren vor allem Premium-Produkte des Konzerns, die höhere Preise erzielen. Das sorgte nicht nur für steigende Erlöse, sondern ließ auch die Bruttomarge von 44,2 auf 44,5 Prozent zulegen.

Leichter Rückgang in Asien

Die gute Entwicklung dürfte sich in den kommenden Monaten fortsetzen. Die Bestellungen stiegen bereinigt um Wechselkurseinflüsse um 14 Prozent. Das Wachstum in Nordamerika, Europa und den Schwellenmärkten dürfte dabei den leichten Rückgang in Japan und China wettmachen.

Anders als Nike musste Adidas zuletzt Umsatzeinbußen hinnehmen und gab einen verhaltenen Ausblick. Der deutsche Konkurrent hatte Anfang des Monats vor erheblichen Auswirkungen negativer Wechselkurseffekte auf das laufende Geschäftsjahr gewarnt und die zu erwartenden Belastungen auf einen mittleren einstelligen Prozentsatz beziffert. Mit der Schwäche vieler wichtiger Währungen hatte Adidas schon im vergangenen Jahr zu kämpfen, was auch ein Grund für die rückläufigen Erlöse der Herzogenauracher 2013 war.

Dennoch dürften beide Unternehmen im laufende Jahr vom sportlichen Großereignis Fußballweltmeisterschaft profitieren. Nike rüstet bei dem in Brasilien stattfindenden Turnier zehn der 32 Mannschaften aus, darunter auch den Gastgeber Brasilien.

Quelle: n-tv.de

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