Wirtschaft
Donnerstag, 13. Januar 2011

Deutsche Panzer in die USA?: Northrop will Rheinmetall

Das Rüstungsgeschäft sorgt bei Rheinmetall für stabile Gewinne - und weckt offenbar Begehrlichkeiten. Der US-Riese Northrop Grumman soll am deutschen Panzerhersteller interessiert sein, wie es am Aktienmarkt heißt. Allein die Spekulationen über eine mögliche Übernahme treiben den Rheinmetall-Kurs auf ein Dreieinhalb-Jahres-Hoch.

Spürpanzer "Fuchs" ist ein erfolgreiches Rheinmetall-Produkt
Spürpanzer "Fuchs" ist ein erfolgreiches Rheinmetall-Produkt(Foto: picture alliance / dpa)

Es darf spekuliert werden: Gerüchte um ein Übernahmeangebot des US-Rüstungskonzerns Northrop Grumman treiben den Kurs der Rheinmetall-Aktien in die Höhe. Die Papiere stiegen um über 4 Prozent auf ein Dreieinhalb-Jahres-Hoch von 65,30 Euro.

"Angeblich bietet Northrop 82 Euro je Rheinmetall-Aktie", sagten mehrere Händler. "Wegen des Angebots hat Rheinmetall eine von Cheuvreux organisierte Investorenkonferenz abgesagt." Bei Rheinmetall war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Rüstungsgeschäft bringt stabile Gewinne

Rheinmetall ist im Autozulieferer- und Rüstungsgeschäft tätig. Der Hersteller von Kolben und Motorblöcken sowie Panzern, Waffen und Munition erwirtschaftet fast 4 Mrd. Euro Umsatz im Jahr bei einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 260 Mio. bis 280 Mio. Euro. So lauten die Prognosen des Konzerns für 2010.

Als stabiler Gewinnbringen erweist sich dabei die Rüstungssparte. Den Bereich hat und will Rheinmetall noch weiter verstärken - auch durch Zukäufe. Allein durch die Akquisitionen rechnet sich das Unternehmen 2010 ein Umsatzplus von 100 Mio. Euro aus.

Northrop Grumman gehört zu den großen Rüstungskonzernen der USA. Das Unternehmen stellt unter anderem den Tarnkappenbomber B-2 für US-Luftwaffe her. Der in Los Angeles ansässige Konzern erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von 33,8 Mrd. Dollar und erzielte 1,69 Mrd. Dollar Gewinn.

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Quelle: n-tv.de

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