Wirtschaft
Eine Boeing 787 "Dreamliner" landet bei der Farnborough Airshow 2010: Ruhig ist es um den Flieger auch mehr als drei Jahre später nicht geworden.
Eine Boeing 787 "Dreamliner" landet bei der Farnborough Airshow 2010: Ruhig ist es um den Flieger auch mehr als drei Jahre später nicht geworden.(Foto: picture alliance / dpa)

"Dreamliner"-Pannen reißen nicht ab: Norwegian Air nimmt 787 außer Betrieb

Rund 200 Passagiere von Norwegian Air wollen eigentlich nur von Bangkok nach Stockholm fliegen. Allerdings gibt es Probleme mit ihrem Flugzeug, einer 787 "Dreamliner". Da es nicht der erste Ausfall für die Fluglinie mit den Maschinen ist, greift sie nun durch.

Die Billigfluggesellschaft Norwegian Air hat nach einer Pannenserie einen "Dreamliner" des US-Herstellers Boeing aus dem Betrieb genommen. Man werde die Boeing 787 erst wieder einsetzen, wenn sie repariert und zuverlässig sei, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Die Unzuverlässigkeit der Maschine könne den Passagieren nicht zugemutet werden. Für Langestreckenflüge werde die Airline nun einen Airbus A340 leasen.

Der sparsame "Dreamliner" sollte den unter Kostendruck stehenden Fluggesellschaften zu Einsparungen verhelfen. Doch das mit modernster Technik vollgestopfte und mit leichten Triebwerken bestückte Flugzeug erwies sich als pannenanfällig. So mussten alle Maschinen des Typs wegen Problemen mit den Batterien zeitweilig am Boden bleiben.

Pannenserie reißt nicht ab

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Norwegian Air hat acht Boeing 787 bestellt, von denen zwei ausgeliefert wurden. Die Maschinen fielen jedoch im September mehr als ein halbes Dutzend Mal aus. Die jüngste Panne ereignete sich erst am Freitag.

Eine Maschine der norwegischen Airline Norwegian musste in Bangkok wegen technischer Probleme am Boden bleiben. Sie hätte Bangkok um 17:30 Uhr Ortszeit mit fast 200 Passagieren in Richtung Stockholm verlassen sollen. Wegen Problemen mit einer hydraulischen Pumpe musste der "Dreamliner" jedoch am Boden bleiben, wie eine Sprecherin des Unternehmens dem "Wall Street Journal" sagte. Die Passagiere seien auf andere Flüge gebucht und einige in Hotels unterbracht worden. Die Fluggesellschaft versuche noch, die technischen Probleme zu lösen.

Andere Fluggesellschaften, wie die polnische LOT, mussten ebenfalls Dreamlinerflüge wegen technischer Probleme aussetzen.

Topmanager von Norwegian und Boeing hatten sich erst am Mittwoch in Oslo getroffen, um die jüngsten Probleme zu besprechen. "Wenn das anhält, ist es völlig unakzeptabel", sagte Norwegian-Chef Bjorn Kjos dem "Wall Street Journal"nach dem Treffen. Ein Boeing-Sprecher sagte, das Unternehmen arbeite daran, "sicherzustellen, dass wir die richtige Unterstützung anbieten, um jeder Fluggesellschaft beim Inbetriebnahmeprozess zu helfen."

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Quelle: n-tv.de

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