Wirtschaft

"Beeindruckende Einigkeit": Notenbanken wollen beruhigen

Die Notenbank-Gouverneure demonstrieren bei ihrem Treffen in Basel Einigkeit. Laut EZB-Chef Trichet teilenm alle die Absicht, die Inflation niedrig zu halten und für Preisstabilität zu arbeiten.

Jean-Claude Trichet
Jean-Claude Trichet(Foto: REUTERS)

Die Europäische Zentralbank (EZB) und andere wichtige Notenbanken lehnen einen Abwertungswettlauf zur Stärkung der heimischen Wirtschaft ab. "Alle Teilnehmer haben erklärt, dass sie keine Weichwährungspolitik betreiben", sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet nach einer Sitzung des Weltwirtschaftstreffens der Zentralbank-Gouverneure in Basel.

China war zuletzt vorgeworfen worden, seine Währung künstlich schwach zu halten, um die Konkurrenzfähigkeit chinesischer Produkte am Weltmarkt zu erhöhen. Auch die US-Notenbank Fed wurde für ihre jüngste Entscheidung zum Kauf von Anleihen kritisiert. Das Milliardenprogramm erhöhe den Abwärtsdruck auf den Dollar und das Inflationsrisiko.

Trichet äußerte sich wie gewohnt nicht zu den weltweiten Sorgen, dass die USA und China ihre Währungen nutzen könnten, um den Außenhandel auszugleichen. Er wolle in diese Diskussion nicht reingezogen werden, sagte Trichet. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte die Geld- und Finanzpolitik der Amerikaner massiv kritisiert.

Preisstabilität hat Priorität

Zum Währungsthema habe es eine "beeindruckende Einigkeit unter den Zentralbankern gegeben", sagte der EZB-Chef, der auch das Treffen leitet. Niemand wolle eine Politik betreiben, die Währungen auf Kosten anderer künstlich schwäche.

Laut Trichet sind die Zentralbanken weiterhin darum bemüht, die internationalen Währungsmärkte zu beruhigen. "Damit muss eine falsche Ausrichtung verhindert werden, die wir als äußerst kontraproduktiv für das weltweite Wachstum und die Stabilität ansehen."

Alle in Basel versammelten Zentralbanker teilten die Absicht, die Inflation niedrig zu halten und für Preisstabilität zu arbeiten. Trichet erwähnte auch das "bedeutende Ungleichgewicht" von stärkerem Wachstum in Schwellenländern als in den Industriestaaten.

Quelle: n-tv.de

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