Wirtschaft
Der neue Opel Astra gilt als Hoffnungsträger in Europa - hier präsentiert von GM-Chefin Mary Barra und Opel-Chef Karl-Thomas Neumann.
Der neue Opel Astra gilt als Hoffnungsträger in Europa - hier präsentiert von GM-Chefin Mary Barra und Opel-Chef Karl-Thomas Neumann.(Foto: REUTERS)

Trotz steigendem Autoabsatzes: Opel ist noch nicht aus der Verlustzone

Noch stehen da rote Zahlen, doch es geht aufwärts: Das Europa-Geschäft des Opel-Mutterkonzerns General Motors ist nach wie vor verlustreich. Noch in diesem Jahr soll sich das ändern.

Der Autobauer Opel hat die Verlustzone im Jahr 2015 erwartungsgemäß noch nicht verlassen. Nach der in Detroit vorgelegten Bilanz des Mutterkonzerns General Motors (GM) blieb im Europageschäft unter dem Strich ein operativer Verlust von 813 Millionen Dollar (744 Mio Euro), eine gute halbe Milliarde weniger als im Jahr zuvor (1369 Mio Dollar). Im vierten Quartal 2015 war der operative Verlust im GM-Europageschäft auf 298 Millionen US-Dollar gesunken nach 393 Millionen Dollar im Schlussquartal 2014.

Währungseffekte und der Rückzug aus dem russischen Markt belasteten das Geschäft. Die Rückkehr in die Gewinnzone ist für dieses Jahr geplant. Opel-Chef Karl-Thomas Neumann bekräftigte in einem Schreiben an die Mitarbeiter die Planungen: "Wir behalten die Gewinnschwelle fest im Visier. Das ist und bleibt zwar ein ambitioniertes Ziel, aber ohne Ehrgeiz gibt es keinen Fortschritt."

Der Absatz von Autos der europäischen Marken Opel und Vauxhall stieg 2015 leicht von 1,076 Millionen auf 1,112 Millionen, wie GM weiter berichtete. Zum Jahresauftakt 2016 hat die Marke mit dem Blitz auf ihrem deutschen Heimatmarkt deutlich mehr Autos verkauft. Für den ersten Monat war ein Absatzplus von 22 Prozent gegenüber dem Januar 2015 registriert worden. Große Hoffnungen liegen auf der Neuausgabe des Kompaktmodells Astra.

Pickup-Boom und China-Geschäfte

Insgesamt ließen der SUV- und Pickup-Boom im Heimatmarkt, auch ausgelöst durch die gesunkenen Benzinpreise, und starke Geschäfte in China bei General Motors die Kassen klingeln. So kam GM 2015 auf einen Rekordgewinn von 9,7 (2014: 2,8) Milliarden Dollar. Wegen des starken Dollar fiel der Umsatz indes um zwei Prozent auf 152,4 Milliarden Dollar.

Im vierten Quartal stieg der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreswert von 1,1 Milliarden auf 6,3 Milliarden Dollar (5,8 Mrd Euro). Allerdings sind die Zahlen schwer vergleichbar, weil das Ergebnis im Vorjahr stark unter hohen Rückrufkosten nach einer Pannenserie wegen defekter Zündschlösser gelitten hatte. Doch auch operativ lief es zuletzt besser als erwartet - der um Sonderfaktoren bereinigte Gewinn legte von 2,4 auf 2,8 Milliarden Dollar zu und erreichte damit eine Rekordhöhe. Den Umsatz hielt GM im Schlussquartal stabil zum Vorjahr bei 39,6 Milliarden Dollar.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen