Wirtschaft
Der Blitz glänzt wieder - mit hervorragenden Zahlen im Gepäck will Opel 2016 die Konkurrenz angreifen.
Der Blitz glänzt wieder - mit hervorragenden Zahlen im Gepäck will Opel 2016 die Konkurrenz angreifen.(Foto: dpa)

Bestes Verkaufsjahr seit 2011: Opel meldet sich zurück

Nur mit Milliardenhilfen aus dem Steuertopf konnte Opel vor wenigen Jahren eine Pleite umkurven. Mit harten Sparprogrammen und neuen Modellen hat der Autobauer den Weg zurück in die Erfolgsspur gefunden - als Belohnung gibt es das beste Ergebnis seit Jahren.

Nach jahrelanger Krise kehrt der Optimismus bei Opel zurück. Die Tochter von General Motors (GM) verkaufte 2015 mehr als 1,1 Millionen Autos - das sind 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie seit 2011 nicht mehr. "Wir haben Volumen und Marktanteil gesteigert und sind sehr zuversichtlich, dass wir diesen Erfolg 2016 fortschreiben werden", schreibt Opel-Vertriebschef Peter Christian Küspert.

Insgesamt sind Opel und die britische Schwester Vauxhall damit etwas stärker gewachsen als der europäische Gesamtmarkt. In zehn Ländern konnten sie ihren Marktanteil steigern – zurzeit liegt er in Europa bei 5,8 Prozent. Besonders gut verkauften sich der Mokka und der Corsa. Auch bei den Nutzfahrzeugen gab es ein Plus von 24 Prozent auf mehr als 100.000 Stück. Auch der Rückzug aus Russland hat den Geschäften nicht geschadet. Aufgrund der Wirtschaftskrise hatte sich Opel im vergangenen März vom dortigen Markt verabschiedet.

Opel hatte 2011 nach jahrelanger Krise die Wende eingeleitet. Die Rüsselsheimer legten mit einem Sparprogramm die Grundlage für massive Investitionen von Konzernmutter General Motors in neue Modelle. Diese Produktoffensive habe sich ausgezahlt, sagt Vertriebschef Küspert.

2016 will Opel die positive Entwicklung fortsetzen. Die Hoffnungen ruhen vor allem auf dem neuen Astra, der erst im November erschienen ist und dennoch schon mehr als 80.000 Bestellungen verbuchen kann. Am Jahresende sollen dann nach den Plänen von Opel-Chef Karl-Thomas Neumann wieder Gewinne in den Büchern stehen. Der Opel-Mutter GM kämen Erfolge der deutschen Tochter gerade recht: Von Juli bis September 2015 konnten die operativen Verluste im Europageschäft des US-Konzerns schon von rund 400 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum auf gut 230 Millionen Dollar gesenkt werden.

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Quelle: n-tv.de

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